ORBIT CULTURE

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Den Neuanfang wagen

Anfang Oktober erscheint mit „Death Above Life“ ein neues Album der Schweden, es folgt eine Headliner-Tour mit GAEREA und ATLAS. Die Band aus Eksjö bezeichnet das Album als Neuanfang. Sänger und Gitarrist Niklas Karlsson spricht über den Schreibprozess, seinen Lieblingssong des Albums und was „Neuanfang“ genau bedeutet.

„Es lief richtig gut“, antwortet Karlsson auf die Frage nach dem Schreibprozess. Es gestalte sich schwierig zwischen Tour und Studio, doch habe er nach der Tour im April letzten Jahres einige Monate Zeit gehabt, sich voll auf das Schreiben zu fokussieren. Nach vielen langen Nächten begann das Material zu fließen.
Der Band zufolge markiert „Death Above Life“ einen Neuanfang: mit neuem Label öffnen sich neue Türen, die Band wurde von neuer Energie ergriffen und der Fokus liegt nun mehr auf Headliner-Shows. Über Jahre habe man darauf hingearbeitet. Gilt der Neuanfang auch für den Sound? Bei einigen Tracks wurde er angepasst, jedoch, so Karlsson, ist der klassische ORBIT CULTURE-Sound immer noch da, nur mit mehr Power und Intensität.

Mit „The storm“ und „The path I walk“ nennt Karlsson zwei potenzielle Fanlieblinge, von denen er glaubt, dass die Leute sich damit besonders connecten können. „The path I walk“ bezeichnet er außerdem als seinen persönlichen Lieblingssong auf dem Album. Der Titel wurde schon vor Jahren geschrieben und unterlag einigen Überarbeitungen. „Lange Zeit dachten wir, er würde den Cut nicht schaffen“, so Karlsson. Als die Lyrics aber am Ende zusammenkamen, wusste die Band, dass der Song aufs Album müsse. Laut Karlsson empfand er es als besonders befriedigend, damit endlich die cineastischeren Elemente ihrer Musik hervorheben zu können.

Bei „Death Above Life“ handelt es sich um das erste Album, das nicht von Karlsson selbst gemixt wurde. Stattdessen entschied sich die Band für die Zusammenarbeit mit Buster Odeholm. „Ich war schon immer ein großer Fan von Buster und über die Jahre hinweg habe ich oft versucht, Elemente seiner Mixe und seiner Musik zu reproduzieren“, sagt Karlsson dazu. Sein Ziel sei es lange gewesen, dass Odeholm eines Tages ihre Musik mixe, und für dieses Album habe es sich einfach natürlich angefühlt. „Er hat unglaubliche Arbeit geleistet“, so Karlsson.

Im Herbst folgt eine Tour mit GAEREA und ATLAS. Auf die Frage, wie das Line-up zustandekam, sagt Karlsson, dass sie selbst große GAEREA-Fans seien. Angesichts des rasanten Wachstums der Band sei es ihr Wunsch gewesen, sie mit auf Tour zu nehmen, wenn sie die Chance dazu bekämen. Zu ATLAS hingegen gibt es eine freundschaftliche Verbindung. So betreiben Patrik Nuorteva und Tuomas Kurikka von ATLAS gemeinsam die Videoproduktionsfirma Riivata Visuals, mit der ORBIT CULTURE mehrfach zusammengearbeitet haben. „Wir wussten, sie haben eine Band, aber wir haben nie wirklich darüber gesprochen“, sagt Karlsson. Dann zeigten Nuorteva und Kurikka ihm bei einem Videodreh in Estland im vergangenen Jahr neues Material ihrer Band. „Wir wussten sofort, dass wir sie mit auf Tour nehmen müssen – und glücklicherweise passte alles zusammen.“

Wenn Karlsson sich aber eine Band wünschen dürfte, um mit ihr zu touren, fiele die Wahl auf GOJIRA. „Ohne GOJIRA würden wir nicht so klingen, wie wir es heute tun.“ Für Karlsson wäre das eine unglaubliche Erfahrung.

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