© by Richie ParsonsMISSION OF BURMA sind eine Legende – man kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie die Wegbereiter des gesamten amerikanischen „Noise Rock“-Genres waren, mit ihrem dissonanten, verzerrten Arthouse-Punk, ohne die es Bands wie SONIC YOUTH, DINOSAUR JR. oder JESUS LIZARD vielleicht nie gegeben hätte. Sie waren bei ihrer Gründung 1979 in Boston schon Post-Punk, bevor Hardcore überhaupt erfunden war. 1983, ein Jahr nach der Auflösung von MISSION OF BURMA, gründeten sich VOLCANO SUNS und veröffentlichten sechs LPs, bis sie sich 1991 wieder trennten. Jahrzehnte später bekam ich auch zweimal die Gelegenheit, MISSION OF BURMA live zu sehen, und so dankbar ich dafür bin – ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass das nicht annähernd so gut war wie damals VOLCANO SUNS, als sie mit ihrem letzten und besten Album „Career In Rock“ auf Tour waren, das übrigens von Steve Albini unter Pseudonym aufgenommen wurde.
Wenn man mich also fragt, welches das beste Konzert ist, das ich je gesehen habe, dann denke ich normalerweise zuallererst an VOLCANO SUNS in Vancouver im August 1991. Die meisten fragen dann zurück: „Wer?!“ Aber so ist es nun mal, ich kann mich an keine andere Show erinnern, die nur annähernd so aufregend war. Mit dem MISSION OF BURMA-Alumnus und „Learn how“-Songwriter Peter Prescott am Schlagzeug klangen VOLCANO SUNS unverstellt, roh und leidenschaftlich. Sie spielten an diesem Abend, als würden sie jeden Moment in Flammen aufgehen – was näher an der Realität war, als man erwarten würde. Der Punk-Club The Cruel Elephant, in dem sie auftraten, war buchstäblich eine Bruchbude. Durch riesige Löcher im Dach drang literweise Regenwasser ein. Um das aufzufangen, standen auf der Bühne verteilt eine Reihe weißer Eimer. Die Deckenbeleuchtung hatte aufgrund der Nässe längst einen Kurzschluss, so dass der Auftritt ausschließlich vom Boden aus angestrahlt wurde, wobei Dampf von den Scheinwerfern aufstieg, wenn ein Wassertropfen sie traf. Auch durchweichte Stücke der Dachisolierung lagen auf der Bühne verstreut, lauter gelbe, möglicherweise krebserregende Schaumklumpen. Zudem war es eine milde Sommernacht, so dass es in dem Club nicht nur feucht, sondern auch ziemlich warm war.
Die Band stand da mit nacktem Oberkörper, verschwitzt, furchtlos, während Prescott gleichzeitig Schlagzeug spielte und ins Mikro brüllte. „Ich weiß nicht, warum mir das so leichtfiel“, sagte mir Prescott später. Das sei ihm in der Zeit mit VOLCANO SUNS „zur zweiten Natur geworden“. Sie wirkten wie eine Gruppe Höhlenmenschen. Und man rechnete ständig damit, dass die Band durch einen Stromschlag lebendig gegrillt wird; es grenzt an ein Wunder, dass nichts passiert ist.
Peter Prescotts aktuelles Projekt heißt MINIBEAST. Er wechselte vom Schlagzeug zu Gitarre, Keyboards und anderen Instrumenten, und die Klangpalette seiner neuen Band ist reicher, kunstvoller und vielfältiger als die der VOLCANO SUNS, aber er kann als Sänger immer noch ein furchterregend überschwängliches Gebrüll loslassen, wenn die Songs es erfordern. Via Zoom erreichte ich ihn in seinem Domizil auf Rhode Island.
Peter, kannst du mir etwas über deine Entwicklung als Schlagzeuger erzählen? Du hast einen sehr eigenwilligen Stil ...
Ich fand das Schlagzeug immer attraktiv, weil ich da gleichzeitig Musik machen und mich richtig austoben konnte. Das hat mich sehr gereizt. Es basierte auf Instinkt und körperlichem Einsatz. In der Schulband hatte ich es mal mit der Klarinette probiert und auch mit der Gitarre, aber das war nichts für mich. Außerdem war ich natürlich auch schwer beeindruckt von Drummern wie Bill Ward von BLACK SABBATH und John Bonham von LED ZEPPELIN. Ich war also zumindest unterbewusst von der Rockmusik aus meiner Jugend beeinflusst.
Was ist mit Keith Moon?
Der ist mir eigentlich viel näher. Er wirkte wie ein tasmanischer Teufel, der über ein Schlagzeug gestolpert war. So ein Mindset mag ich.
Ich habe das Kapitel über MISSION OF BURMA in Michael Azzerads Buch „Our Band Could Be Your Life“ gelesen und – ich weiß nicht, ob es Clint Conley oder Roger Miller war, aber einer von beiden meinte, du spielst deine Beats „upside-down“.
Clint sagte mal, dass es ein paar Songs gibt, bei denen ich das gemacht haben soll. Da ich kein wirklich „ausgebildeter“ Musiker bin, bin ich eher zufällig auf solche Sachen gestoßen. Es ist nicht so, dass ich versucht hätte, die radikalsten Beats zu spielen, die ich finden konnte, sondern vielmehr, dass ich nicht einfach alle anderen imitieren wollte. Ich denke, das war der Grund, ich wollte es auf meine eigene Art machen. Brian Eno hat mal gesagt, dass er sich selbst nicht als Musiker betrachtet, und seltsamerweise sehe ich mich auch nicht als Musiker, obwohl ich schon seit fünfzig Jahren Musik mache. Wenn ich also ein Instrument in die Hand nehme, spiele ich es nicht unbedingt auf vorgesehene Weise ... Ich spiele nicht mehr so oft Schlagzeug, aber ich glaube, mit Keyboards und Gesang geht es mir genauso, ich gehe da nicht wie ein Musiker ran.
In Azzerads Buch wird eine Band namens THE MOLLS erwähnt, in der du vor MISSION OF BURMA gespielt hast. Sie wird als eine Art Prog-Band beschrieben. Was hast du dort gemacht?
Ich habe Schlagzeug gespielt. Es war die erste Band, mit der ich nicht nur Coverversionen gespielt habe. Es war ein bisschen zu dissonant und seltsam, um eine Prog-Band zu sein, aber ich würde sagen, da waren wir immer noch näher dran als an Punk. Ich hatte sie in Boston gesehen und war begeistert. Bill Koff, der Sänger, trug einen schwarzen Trenchcoat und spielte auch Saxophon, richtig schräg. Es gab damals etliche Bands, die in die Kategorie Punkrock fielen, weil sie so seltsam klangen, aber keinen Punkrock spielten – die aus der Ecke ROXY MUSIC, Brian Eno, Jimi Hendrix und Psychedelic kamen und sich von da aus irgendwie Richtung Punk entwickelt hatten. Bei THE MOLLS war es ähnlich. Wir haben eine ziemlich gute Single namens „White Stains“ herausgebracht, auf der B-Seite ist „Is Chesty dead?“. Irgendwann in den letzten zehn Jahren kam auch ein Album, aber ich weiß nicht, was da drauf ist; ich habe jedenfalls auf der Single mitgespielt.
Hast du damals Songs geschrieben?
Nein. Ich wollte, aber ich habe erst angefangen, selbst Sachen zu schreiben, als ich schon mindestens anderthalb Jahre bei MISSION OF BURMA war. Das wichtigste Stück, das ich geschrieben habe und das wir mit MISSION OF BURMA damals auch oft gespielt haben, ist „Learn how“. Aber ich glaube, da waren noch ein paar andere Songs wie „Sing-a-long“, „Foreign country“ und „Blackboard“, die auf einer Compilation von Taang! Records gelandet sind.
Auf einer der DVDs, die anlässlich der Rereleases von Matador Records rauskam, gibt es Live-Aufnahmen von „Learn how“, und ich war überrascht, dass die Leute vor der Bühne dazu moshen und es Stagediving gibt. Das hätte man zuvor bei „Peking Spring“ wohl nicht gesehen, aber der Sound der Band hatte sich tatsächlich stark weiterentwickelt.
Zu Beginn war es eine Mixtur aus einer Art „American guitar“-Mentalität – MC5, THE STOOGES – und den Post-Punk-Sachen, die gerade aufkamen, wie KILLING JOKE, GANG OF FOUR und SWELL MAPS. Es gab also immer diese Überschneidung bei uns, aber wir tendierten im Laufe der Zeit zur amerikanischen Ausrichtung. Es wurde lauter, dissonanter, hatte mehr Gitarre. Wir haben es genossen, immer mehr zu wagen. Aber eines sollte man nicht vergessen: In der Endphase von MISSION OF BURMA ging es mit Hardcore los, und zwar ziemlich heftig in Boston; es gab SSD, GANG GREEN und Co. Ich habe schon ganz früh MINOR THREAT gesehen, und die MISFITS. Und je mehr wir dieses Zeug hörten, desto lauter wurden die Gitarren und desto schneller spielten wir. Das passierte unterbewusst, wir konnten nicht zulassen, dass diese Kids uns an Brutalität übertreffen. Und es war eine Zeit, in der die Leute sogar zu THE CARS moshten. Sie machten zu allem einen Moshpit. Wir waren zumindest aggressiv genug, dass es irgendwie Sinn ergab.
Warst du auch mit THE MOLLS auf Tour? Und wie wurden die ersten Tourneen mit MISSION OF BURMA organisiert?
Als ich bei THE MOLLS war, existierte noch keine Konzertinfrastruktur wie heute. Bei MISSION OF BURMA war es dann so, dass es bei den Fluglinien ein spezielles Angebot gab: Wenn man einen bestimmten Betrag für ein Ticket bezahlte, konnte man damit durch die ganze USA fliegen. Es war wohl gedacht für Geschäftsleute oder so. Bei der ersten Tour mit MISSION OF BURMA sind wir also tatsächlich von Gig zu Gig geflogen. Und in meisten Städten, in denen wir waren, spielten wir damals in dem einzigen Club, da hatte man schon Glück, dass es überhaupt einen gab. Das war wahrscheinlich 1979. Als VOLCANO SUNS anfingen, entwickelte sich allmählich eine Indierock-Szene, so dass es bald in jeder Stadt mehrere Clubs gab und man mit dem Auto überall hinkam. Die Band, mit der ich also wahrscheinlich am meisten unterwegs war, bevor MISSION OF BURMA wieder zusammenkam, waren VOLCANO SUNS. Wir haben mindestens vier oder fünf landesweite Tourneen gemacht. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich bereits eine Struktur etabliert, auf die man sich verlassen konnte. Aber MISSION OF BURMA hatten das Glück, sozusagen die Vorband der Stunde zu sein. Wir waren im Vorprogramm von THE CURE und wann immer dann eine Band aus dem UK auftrat, standen wir irgendwie auf der Liste. Vielleicht weil wir einen leicht europäischen Einschlag hatten oder uns eher nach England anhörten als nach Boston. Wir haben also viele solche Gigs bekommen, und mit MISSION OF BURMA hatten wir am Schluss mit einer Menge Bands aus dem UK und von der US-Westküste gespielt. Sie kamen dann auch, um uns zu sehen, wenn wir auswärts tourten, und wenn Bands, von denen wir mal gehört hatten, in die Stadt kamen, gingen wir auch hin, um sie zu sehen. Zum Beispiel GUN CLUB – die frühen GUN CLUB waren unglaublich, oder auch die frühen BLACK FLAG. Wir waren sogar die Vorband von BLACK FLAG, als sie zum ersten Mal an der Ostküste spielten. Das war spannend: Wir hatten noch nie einen Moshpit gesehen. Also etwa anderthalb Jahre nachdem wir angefangen hatten, war das Live-Business ziemlich in Schwung gekommen.
Habt ihr jemals versucht, das auf SST erschienene VOLCANO SUNS-Material, also die Alben „Farced“ und „Thing Of Beauty“ von 1988 und 1989, von ihnen zurückzubekommen?
Ich denke nicht, dass die Platten, die wir für SST gemacht haben, besonders großartig waren. Ich wünschte, sie wären es. Aber damals kamen so viele tolle Platten bei SST heraus, und ich denke, unsere standen ein paar Stufen darunter. Und als wir den Vertag bei diesem Label bekamen, hatten wir ein gutes Verhältnis zu dem Typen, aber als wir uns trennten, war das nicht mehr der Fall ...
Die VOLCANO SUNS waren, abgesehen davon, dass sie mehrere eigene Alben herausbrachten, eine Zeit lang auch die Backingband von Dredd Foole bei DREDD FOOLE AND THE DIN. Wenn ich die Pseudonyme richtig zuordnen kann, war Jon Williams Webb Finga, Jeff Weigand war Bonus „The Bone Man“ McGinty und du warst Din Wanna, sprich: „didn’t want to“. Und du bist auf den Alben „Eat My Dust“, „Cleanse My Soul“ von 1985 und „Take Off Your Skin“ von 1988 zu hören.
Wenn ich mich noch richtig erinnere, stimmt das. MISSION OF BURMA waren erst die Backingband auf einer EP, und VOLCANO SUNS waren es auf diesen beiden Platten. Dredd Foole war ein Freund von uns; wir mochten die Art, wie er sang oder auch brüllte, und ... er hat seitdem viele Platten herausgebracht. Es war irgendwas zwischen den STOOGES und den 13TH FLOOR ELEVATORS. Wir haben viele Coverversionen gespielt. Kenny Chambers von MOVING TARGETS und BULLET LAVOLTA war auch dabei. Dredd und ich haben seit Jahren nichts mehr zusammen gemacht. Er lebt in Northampton, Massachusetts.
Das VOLCANO SUNS-Album „All-Night Lotus Party“ hat ein tolles Cover. Was sind das alles für Sachen darauf?
Ich glaube, das war nur Ramsch aus dem Secondhand-Laden, der damals bei mir zu Hause rumstand. Ich hatte diese kleinen Gummiköpfe und so ein Vulkan-Ding, das ausbrechen konnte. Diese weiße Frau, also die Porzellanfigur rechts im Hintergrund, die habe ich immer noch, was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, wie oft ich umgezogen bin.
Warum nennt man eine Band VOLCANO SUNS?
Es sind zwei Dinge, die explosiv und extrem heiß sind, außerdem könnte das auch der Name einer Geheimloge sein, so wie die Knights of Columbus, wenn du „Suns“ als „Sons“ verstehst. Ich glaube, vieles, was VOLCANO SUNS gemacht haben, ist darauf zurückzuführen, dass wir es lustig fanden. Humor war immer ein großer Motivator. Ich mochte schon immer Bands, die lustig sind – keine Spaßbands. THE JESUS LIZARD wären ein gutes Beispiel: absolut brutale Präzision, aber manchmal eben auch verdammt lustig. Eine der witzigsten Bands, die ich je gesehen habe. Ich mag es also, wenn etwas Humor dabei ist.
Bei einigen Songs wie „Cans“ auf „All-Night Lotus Party“ oder „Spots“ auf „The Maze Of Now“ von MINIBEAST hat man das Gefühl, dass du einfach zufällig ein Wort genommen hast, ein Konzept, und darauf aufbaust. Lass uns einen Song über Dosen schreiben!
Ich glaube, damit du hast es auf den Punkt gebracht. Ich versuche immer, die Dinge simpel zu halten, und es macht einfach Spaß, mit Wörtern zu spielen, inspiriert von dem, was einer der Musiker gerade tut oder was ich in der vorherigen Strophe gesagt habe. Obwohl ich es später etwas reduziert habe: Bei MINIBEAST gibt es viel weniger Worte und viel mehr Sound. Ich mag es einfach, Dinge zu entfernen – es gibt so viele Klischees in der Rockmusik. Ich bin jetzt 67, und in den letzten zehn Jahren bringe ich immer weniger Toleranz für die Klischees des Indierock auf. Und wann immer ich denen entkommen konnte, habe ich es getan. So hat es viel mehr Spaß gemacht.
Offensichtlich hast du eine riesige Plattensammlung. Bei der Zeile „I’m a collector of stuff that most folks ignore“ aus dem Song „White elephant“ denke ich bei „stuff“ immer zuerst an Schallplatten. Wie groß ist deine Sammlung?
Ich habe sie nie gezählt. Ich schätze, es sind so um die 3.000. Ich glaube aber nicht, dass etwas Wertvolles dabei ist. Wenn ich eine teure Platte habe und eine Neuauflage davon bekomme, verkaufe ich oft einfach das Original. Ich möchte nur die Musik gerne auf Vinyl hören, aber ich bin kein Sammler. Und ich bin auch viel weniger sammelwütig als früher. Der Satz war bestimmt eher auf Vinyl bezogen als auf Schnickschnack oder Spielzeug. Aber das ist tatsächlich etwas, dessen ich mir jetzt noch bewusster bin, weil jüngere Leute fast kein Interesse mehr für „Außenseiter“-Dinge verspüren, im Gegensatz zu alten Knackern wie mir. Ich finde das irgendwie schade, denn als Indierocker oder auch Punkrocker gehörte man automatisch zu den Außenseitern, ob man wollte oder nicht. Mir hat das aber immer gefallen. Ich hatte immer das Gefühl, dass der Mainstream sich sowieso einen Dreck um mich schert, also warum sollte ich mich darum kümmern? Die Mainstream-Gesellschaft ist etwas, womit ich interagiere und wo ich lebe, aber die Filme, die Musik, die Kunst, die Bücher, all das war für mich eine Zuflucht, und diese Zuflucht lag nicht im Mainstream. Das ist also das, was ich in „White elephant“ angesprochen habe. Und es ist etwas, das meiner Meinung nach immer noch in meinem Leben existiert, dass ich mich zu diesem „äußeren Rand“ hingezogen fühle, und es ist mir nicht so wichtig, ob die Leute das verstehen oder mögen. Das ist meine Welt und das ist die Perspektive, aus der ich Songtexte schreibe. Es ist nicht so, dass ich im Laufe der Zeit dachte: Oh, jetzt, da ich alt bin, kann ich mich ja dem Mainstream anpassen. So denke ich nicht. Ich bin immer noch ein Außenseiter, und das bin ich gerne.
Du verkaufst also manchmal auch Schallplatten ...
Ja. Ich habe Platten online verkauft und gekauft und gelegentlich nehme ich an Plattenbörsen teil. Aber ich habe auch schon immer in Videotheken und Plattenläden gejobbt. In dieser Hinsicht bin ich das totale Klischee: der Typ, der in einer Indierock-Band spielt und in einem Plattenladen arbeitet. Das habe ich lange Zeit gemacht, denn es kam mir immer darauf an, dass ich nicht finanziell von der Musik abhängig sein möchte. Ich habe damit etwas Geld verdient, vor allem in den Jahren der MISSION OF BURMA-Reunion. Wenn wir auf Tour waren, kamen wir in der Regel mit etwas Geld zurück. Mir gefällt es eben, immer die Musik spielen zu können, die ich gerade spielen will, ohne davon abhängig sein zu müssen, damit Geld zu verdienen.
War die Besetzung bei „Bumper Crop“ dieselbe wie bei „All-Night Lotus Party“?
Nein, war sie nicht. Mit der Band, die „All-Night Lotus Party“ eingespielt hat, war es Grunde plötzlich vorbei, nachdem Jon Williams und Jeff Weigand die Band verlassen haben. Aber ich war mit dem Projekt noch nicht fertig; ich mochte den Sound und wollte damit weitermachen. Ich habe dann Bob Weston gefragt und einen Typen namens Chuck Hahn, der früher in einer Bostoner Band namens SORRY gespielt hat. Wir haben eine Menge neuer Sachen einstudiert, aufgenommen und waren innerhalb von zwei Monaten auf Tour. „Bumper Crop“ war eine wirklich befriedigende Platte. Es war einfach, hat Spaß gemacht und ging schnell, ohne Bullshit, ich habe nur die besten Erinnerungen an diese Platte.
Ist das Marihuana auf dem Cover von „Bumper Crop“? Hast du das auch selbst angebaut?
Ich muss gestehen, dass ich seit meiner Jugend ein Kiffer bin. Aber das sollte kein Gras sein, aber unterbewusst kann sich ein solcher Eindruck festsetzen. Ich weiß also nicht, was ich sagen soll: Wahrscheinlich? Aber ich habe es nie angebaut. Ich habe es nur die ganze Zeit geraucht.
Worauf bezieht sich dann die Zeile „We’re raising a bumper crop“, also „Wir fahren eine Rekordernte ein“, im Titelsong?
Ich denke, es war purer Optimismus. Es war in der Szene irgendwie angesagt, sich düster, traurig und deprimiert zu geben. Aber zu diesem Zeitpunkt waren ich und die Jungs, mit denen ich in den beiden Bands spielte, sehr „up“ und optimistisch. „Rekordernte einfahren“ bedeutet hier also, optimistisch zu sein, was seinerzeit in der Alternative-Szene sicherlich nicht angesagt war.
Das Album klingt ganz anders als „All-Night Lotus Party“. Das war eine sehr feurige Platte, „Bumper Crop“ ist dagegen irgendwie herrlich düster, matschig und hässlich.
Es ist ein düsteres Album. Es ist fast so, als wäre alles verzerrt. Ich fühlte mich irgendwie befreit, als Jon und Jeff sich verabschiedeten und die neuen Jungs in die Band kamen. Ich wollte einfach, dass sie so spielen, wie sie es immer getan haben. Und die Art und Weise, wie sie die VOLCANO SUNS interpretierten, war überdreht und übertrieben, und ich denke, so kam der verzerrte Vollgas-Sound zustande. Es waren also hauptsächlich neue Leute, aber wir wollten es richtig krachen lassen.
Es gibt noch einen anderen Text, der mich neugierig macht: „When I didn’t know any better / I was plugged in to the central.“ Ich bin immer davon ausgegangen, dass es in dem Text darum geht, nicht Teil des Mainstreams zu sein, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du jemals in diesem Sinne „plugged in to the central“ warst ... Auf dem Backcover steht, dass es ein Song ist, den Gary Waleik mitgeschrieben hat.
Gary Waleik und Stephen Michener waren die erste Besetzung von VOLCANO SUNS. Die beiden gründeten später eine Band namens BIG DIPPER. Und „the central“ bezeichnet deinen inneren Kern, dein inneres Wesen, deine Seele. Gemeint ist nicht die Mitte der Gesellschaft, sondern eine Art Zen-Konzept deiner Seele oder so etwas.
Aber bei dir klingt es wie etwas Negatives ...
Ich weiß. Ich neige dazu, beide Seiten eines Themas zu betrachten, als würde ich mich mit mir selbst streiten. Ich glaube, daher kommt das. Ich bin wirklich fasziniert von Dekonstruktion. Kennst du den Film „Die Nacht des Jägers“, mit diesen „Love“- und „Hate“-Tattoos auf den Fingern von Robert Mitchum? Spike Lee hat das in „Do The Right Thing“ mit Radio Raheem noch mal aufgegriffen. Mir gefällt irgendwie die Vorstellung, dass deine beiden Fäuste gegeneinander kämpfen.
Warum beschlossen VOLCANO SUNS aufzuhören?
Bob und Dave dachten darüber nach, sich zu verändern, und ich glaube, wir hatten auch das Gefühl, dass wir hier irgendwie fertig waren. Wir hatten das Album „Career In Rock“ veröffentlicht und waren wirklich glücklich damit, dann sind wir auf Tour gegangen und im Anschluss gab es einen Händedruck und wir meinten: „Cool, bis später.“ Es gab kein Bedauern, keine Verbitterung, keine Feindseligkeit – wir blieben alle Freunde, was irgendwie ungewöhnlich ist. Ich habe die Jungs geliebt. Es schien einfach ein guter Zeitpunkt zu sein, um weiterzuziehen.
Auf der „Career In Rock“-Tour seid ihr auch im August 1991 in Vancouver gewesen. Die Veranstaltungshalle war ziemlich baufällig, das Dach war undicht und es regnete kräftig rein ... Hattet ihr keine Angst, einen Stromschlag zu bekommen?
Doch, das hatten wir! Ich weiß noch genau, wie überall das Wasser durch die Decke tropfte. Ich glaube, wir dachten: Das wird eine interessante Art abzutreten. Eine ganze Band steht auf einmal unter Strom! Ich erinnere mich aber vor allem an den Tag danach: Ich hatte eine wirklich schwere Erkältung und wir waren durch die Berge gefahren, so dass ich schrecklichen Druck auf den Ohren hatte. Ich konnte fast nichts hören. Und als ich am Morgen nach der Show aufwachte, war Blut aus meinem Ohr auf das Kissen gelaufen. Und ich dachte: Moment mal, ich will wirklich nicht sterben, nur weil ich auf Tour gegangen bin. Und natürlich ist die Gesundheitsversorgung bei euch in Kanada kostenlos oder zumindest bezahlbar, also ging ich zum Arzt und der sagte, dass in meinem Trommelfell ein winziges Loch war: „Alles in Ordnung, keine Sorge.“ Also das verbinde ich mit dieser Show – Blut auf dem Kopfkissen.
Bob hat danach dann mit Steve Albini bei SHELLAC zusammengearbeitet. Mir war lange nicht klar, dass Albini „Career In Rock“ aufgenommen hat.
Er hat das nicht unter seinem Namen gemacht, auf „Career In Rock“ nannte er sich „Torso Man“ oder so ähnlich. Ich kannte Steve seit Mitte der 1980er Jahre, und als wir die Rhythmusfraktion für „Career In Rock“ aufnahmen, haben er und Bob sich eben gut verstanden, weil sie beide Tontechniker waren. Und er bat Bob vorbeizukommen, um ihm beim Ausbau seines Studios zu helfen, und nachdem sie eine Weile zusammen abgehangen hatten, wusste Steve wohl: „Mit dem Typen will ich spielen.“ Und als sie auf Tour gingen, waren sie so nett, uns als Vorgruppe auftreten zu lassen. MISSION OF BURMA waren dann mit SHELLAC in Portugal. Zwischen MISSION OF BURMA, VOLCANO SUNS, BIG BLACK und SHELLAC herrschte immer eine sehr herzliche Atmosphäre. Und ich habe eine sehr innige Beziehung zu „Career In Rock“. Bei Steve klang mein Schlagzeug so, als stände es im Grand Canyon oder so. Ich habe Steve geliebt. Er war verdammt witzig und immer hilfsbereit.
Im Jahr 1986 hast du im CBGB’s sogar mal für BIG BLACK getrommelt.
Ja, obwohl wir in meiner Erinnerung, die vielleicht fehlerhaft ist, eine der Vorbands waren. Ich weiß jedenfalls noch, dass VOLCANO SUNS mit BIG BLACK zu Silvester in Boston gespielt hatten. Steve kannte MISSION OF BURMA und ich kannte BIG BLACK, weil wir beide auf Homestead Records waren, also existierte bereits eine gewisse Freundschaft. Als dann ihr Drumcomputer den Geist aufgab, heuerte er mich an, und ich gab mein Bestes, was eigentlich ziemlich beschissen war; ich konnte natürlich nicht so präzise spielen wie der Roland-Drumcomputer, er hatte Fähigkeiten, die ich nicht hatte.
Was denkst du über die späteren MISSION OF BURMA-Platten?
Ich glaube, als MISSION OF BURMA wieder zusammenkamen, hatten wir viel Schwung und Energie für die ersten beiden Alben „ONoffON“ und „The Obliterati“. Die beiden waren sehr inspiriert. Die Platten danach waren eher so dahingeschludert. Wir konnten sie veröffentlichen und das haben wir auch getan, aber ich halte sie nicht für besonders spektakulär. In der Rangfolge der Alben aus den 2000er Jahren würde ich „The Sound The Speed The Light“ etwas weiter unten einordnen. Danach haben wir noch ein Album veröffentlicht, „Unsound“, das gefällt mir etwas besser. Aber ich glaube, zu dieser Zeit waren wir alle der Meinung: Okay, es ist an der Zeit weiterzuziehen. Wir sind ältere Männer und waren an einem Punkt angelangt, an dem wir dachten: „Wie lange wollen wir dieses Pferd noch reiten?“ Und wir haben es 13 Jahre lang geritten, was verrückt genug ist. Aber so ist es nun mal gelaufen.
Kommen wir zum neuen MINIBEAST-Album „The Maze Of Now“. Das Cover ist fantastisch, von wem ist es? Die einzelnen abstrakten Elemente fügen sich hier zu einem Gesicht zusammen. Auf dem Cover eures 2023er Albums „On Ice“ war es ähnlich ...
Ich weiß nicht, was dahintersteckt, aber wir mögen Gesichter wirklich sehr. Es gibt bestimmt einen Begriff für Gesichter, die in einem Gemälde oder einer Zeichnung versteckt sind. Wir haben innerhalb der Band gar nicht darüber gesprochen, aber die Gesichter tauchen immer auf. Unser Drummer Keith Seidel ist auch Grafiker. Er hat sich das Cover für „The Maze Of Now“ im Grunde einfach ausgedacht und es selbst gemalt. Er hat schon für die letzten vier Platten das Artwork gemacht, bei unseren ersten beiden Platten hatte ich das noch in meinem Schlafzimmer gemacht. Seit er in der Band ist, kümmert er sich um die Grafik. Ich würde mal sagen, dass dieses Gesicht auf dem Cover im Grunde genommen darüber grübelt, wie beschissen die Lage ist; er hat den Kopf auf die Hände gestützt. Ich sagte Keith: „Denk an die Bilder von Dalí, kombiniert mit Melancholie über den Zustand der Welt.“ Und das ist dabei herumgekommen.
Die Musik bei MINIBEAST scheint sehr um das Schlagzeug herum aufgebaut zu sein. Ich war tatsächlich überrascht zu erfahren, dass du hier gar nicht der Drummer bist. Aber Keith Seidel ist der Schlagzeuger, der für mich am meisten nach Peter Prescott klingt.
Auch das ist Zufall. Ich denke, die Tatsache, dass wir beide Schlagzeuger sind, hat viel damit zu tun, wie diese Gruppe klingt. Manchmal ist es wie eine große Rhythmusmaschine, und alles, was eine Tonhöhe oder Melodie hinzufügen könnte, passiert sozusagen im Hintergrund. Aber ich glaube, ich sagte vorher zu ihm, dass ich so was vorstelle wie „PUBLIC IMAGE LTD., Fela Kuti und die STOOGES“. Und er meinte nur: „Ich bin dabei, lass mich rumkommen und spielen.“ Wir haben uns schon früh über ganz einfache Dinge verständigt, so dass es ziemlich einfach war, weiterzumachen.
Kannte Keith MISSION OF BURMA?
Ja, Keith mag alle möglichen Punk-Sachen, aber auch TOOL und modernen Rock und so was. Ich bin also froh, wenn jemand etwas Neues einbringt, das ich vielleicht noch nicht kenne. Er wusste über Dinge Bescheid, die ich nicht kannte, und ich wusste über Dinge Bescheid, die er nicht kannte, aber wir haben viele Gemeinsamkeiten.
Ein Großteil des Materials auf diesen Alben klingt nicht so, als könnten es drei Leute live einfach so reproduzieren, da sind so viele kleine Details. Habt ihr noch andere Leute auf der Bühne oder nutzt ihr Samples?
Wir haben etwas ausgedacht, wie wir es machen wollen. Die meisten Songs schreiben wir gemeinsam und geben uns alle Mühe, sie nicht jedes Mal auf die gleiche Weise zu spielen, aber es gibt da so kleine Signale, wenn wir spielen, die einer von uns gibt, um in einen anderen Teil überzugehen. Am liebsten hätte ich alles, was ich über Rockmusik weiß, über Bord geworfen. Ich dachte mir: „Hey, ich bin alt, das interessiert sowieso niemanden, ich werde nur noch genau das tun, was ich will.“ Ich wollte keine Hymnen schreiben, ich wollte nicht „Strophe-Refrain-Strophe-Gitarrensolo“; ich dachte, es wäre an der Zeit, alles über Bord zu werfen und mit Leuten, die ähnlich gepolt sind wie ich, ganz von vorne anzufangen. Und ich wollte nicht ausschließlich Gitarre oder ausschließlich Keyboard spielen, also mache ich jetzt beides. Wenn ich gerade nicht Gitarre spiele, wechsle ich vielleicht ans Keyboard. Das hat die Arrangements der Songs bestimmt. Was auch immer ich machen möchte, kann ich machen, und es ist normalerweise nicht dasselbe, was wir das letzte Mal gemacht haben. Das ist sozusagen die Methode hinter dem Wahnsinn, es ist wie mit Farbe um sich werfen. Der Bass und das Schlagzeug bilden dafür die Basis. Aber es wird auch viele Momente geben, in denen ich meine Gitarre weglege und einfach ins Publikum gehe und Niels und Keith beim Spielen auf der Bühne zusehe. Das mache ich jedes Mal mehrfach, wenn wir irgendwo auftreten.
Lass uns über Martin Swope sprechen, den Original-Sound-Manipulator bei MISSION OF BURMA, im Vergleich zu Bob Weston, der nicht nur Bassist bei VOLCANO SUNS und SHELLAC war, sondern auch Sound-Manipulator bei MISSION OF BURMA 2.0. Martin machte das noch mit dem Tonbandgerät, bevor es die Sampling-Technologie oder Computer gab. Als Bob diese Rolle übernahm, existierten viel mehr technische Möglichkeiten, aber ich glaube, ich habe gesehen, dass in den Credits auch wieder „tape manipulation“ steht. Hat Bob sich von Martin was abgucken können?
Ich weiß, dass Bob ihn ein wenig ausgefragt hat, aber da Bob selbst Toningenieur ist, fiel es ihm nicht schwer, das selbst herauszufinden. Aber in den ersten Jahren war Bob sehr darauf bedacht, Martin nachzuahmen. Irgendwann dachte er sich: Das muss doch einfacher gehen! Also besorgte er sich vor ein paar Jahren einen Electro-Harmonix Looper mit ein paar Kanälen und den verwendet er seitdem. Aber die ersten paar Loops wollte er noch auf die altmodische Art machen. Ich finde, dass es genauso großartig klingt, seit er zum Looper gewechselt hat.
Es gibt einen Song auf „The Maze Of Now“ namens „Nearo“, eine Anspielung auf „Nero“, dem man nicht zu nahe kommen sollte. Und ich kann mir nicht helfen, aber ich muss dabei sofort an Donald Trump denken.
Haha! Nachdem wir das Stück schon eine Weile live gespielt haben, ist mir klar geworden, dass es tatsächlich irgendwie um Donald Trump geht. Da hast du also recht, aber das war nie beabsichtigt. Er ist das schlimmste Stück Scheiße auf Erden, und soweit es mich betriff, möchte ich nichts machen, das ihm gewidmet ist. Aber eine Art unterschwelliger Abscheu kam da wahrscheinlich trotzdem durch, also liegst du damit halbwegs richtig.
Wie seid ihr auf den Titel für „The Maze Of Now“ gekommen? Gibt es ein übergeordnetes Konzept für das Album?
Das hat zu einem großen Teil mit unserem vorherigen Bassisten Niels LaWhite zu tun ... wir spielen noch eine Show mit ihm. Wir lieben den Kerl; er ist ein großartiger Bassist. In vielen Stücken dreht sich alles um den Groove, die anderen Elemente passen sich dem sozusagen an, und er war einfach spektakulär darin, einen Groove zu etablieren, der sich ein wenig bewegte, aber immer im Gefüge blieb. Und ich denke, vom Titel und der allgemeinen Stimmung her neigen wir dazu, die Welt als einen verrückten, beschissenen Ort darzustellen; aber wenn wir spielen, erschaffen wir unser eigenes Universum, und das hält einen bei Verstand. Das hält einen irgendwie am Laufen und lässt einen das tun, was man liebt. Es hält die böse Welt ein wenig in Schach. Es ist, als würden wir damit ein Stammesritual durchführen, um den ganzen Mist aus unserem Leben zu verbannen; das ist aber ein eher unbewusster Aspekt an der ganzen Musik. Wir drei waren nie besonders wütende Menschen, aber wir können alle ziemlich aggressiv sein, wenn es um unsere Vorlieben und Abneigungen geht. Darin waren wir uns immer einig, dass dies unsere kleine Insel ist und wir auf dieser Insel prinzipiell das tun, was wir wollen. Niemand schreibt uns hier etwas vor. Und so haben wir es immer gehalten. Ich denke, dass dieses Album auch eine Art Statement darstellt: „Das hier sind wir, wenn’s dir nicht gefällt, Pech gehabt!“
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Diskografie
MISSION OF BURMA „Signals, Calls, And Marches“ (7“, Ace of Hearts, 1981) • „Vs.“ (LP, Ace of Hearts, 1982) • „Forget“ (LP/CD Comp, Taang!, 1988) • „s/t“ (CD Comp, Taang!, 1988) • „s/t“ (2LP Comp, Ryko Analogue, 1988) • „ONoffON“ (LP, Matador, 2004) • „Accomplished: The Best Of Mission Of Burma“ (CD Comp, Rykodisc, 2004) • „A Gun To The Head – A Selection From The Ace Of Hearts Era“ (CD Comp, Rykodisc, 2004) • „The Obliterati“ (2LP/CD, Matador, 2006) • „The Sound The Speed The Light“ (LP/CD, Matador, 2009) • „Unsound“ (LP/CD, Fire, 2012) • „Learn How: The Essential Mission Of Burma“ (2CD Comp, Fire, 2012) VOLCANO SUNS „The Bright Orange Years“ (LP, Homestead, 1985) • „All-Night Lotus Party“ (LP, Homestead, 1986) • „Bumper Crop“ (LP, Homestead, 1987) • „Farced“ (LP/CD, SST, 1988) • „Thing Of Beauty“ (2LP/CD, SST, 1989) • „Career In Rock“ (LP/CD, Quarterstick, 1991) • KUSTOMIZED „The Mystery Of ...“ (12“/CD, Matador, 1994) • „The Battle For Space“ (LP/CD, Matador, 1995) • „At The Vanishing Point“ (LP/CD, Matador, 1996) • MINIBEAST „Look Don’t Look“ (LP, Presco, 2012) • „Free Will“ (LP, Presco, 2016) • „ISM Volume Silver“ (LP, Presco, 2019) • „ISM Volume Gold“ (LP, Presco, 2019) • „On Ice“ (LP/CD, 20/20, 2022) • „The Maze Of Now“ (LP, Self-Release, 2025)
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Allan MacInnis