SUBDIVISIONS

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Musik aus der Einzelhaft

Es ist eine Band, wie sie wohl nur während der Pandemie entstehen konnte: vier Menschen machen aus der Distanz ein Album, „Have Mind – Will Travel“, das nun auf auf Holy Goat Records erscheint. Und machen schon wegen der individuellen musikalischen Biografie neugierig, weshalb wir natürlich Fragen hatten – an HEAVEN SHALL BURN-Schlagzeuger Christian Bass, an Stoffel von YACØPSÆ (gt), Katharina Neuner (bs) von LOST LYRICS und Karl Nagel (voc; MORBID OUTBURST, MILITANT MOTHERS, KEIN HASS DA).

Ihr seid ein vom Bandhintergrund her total diverser Haufen. Bitte erzählt uns von eurem musikalischen Hintergrund und Werdegang.

Christian: Ja, das stimmt. Wir kommen zwar aktuell alle aus unterschiedlichen musikalischen Ecken, haben aber ähnliche Wurzeln und kulturelle Einflüsse, die uns verbinden. Während der Corona-Zeit, als alles heruntergefahren war und wir plötzlich sehr viel Zeit hatten, habe ich während einer Studiosession einfach mal ein paar zusätzliche Drumtracks aufgenommen, ohne eine konkrete Vorstellung davon zu haben, was daraus werden sollte. Ich habe die Aufnahmen dann an Stoffel geschickt, mit dem ich schon länger in Kontakt stand und den ich sehr schätze. Er hat sich den Kopf zerbrochen, Gitarrenparts darüber gelegt und so das Fundament für alle weiteren Unternehmungen gelegt. Bei mir hat es sofort Klick gemacht. Es war klar: Da steckt mehr drin und es sollten richtige Songs werden. Ich dachte an etwas Deutschsprachiges und wir überlegten, welche Stimmen und Texter wir mögen. Stoffel hat dann Kati und Karl mit ins Boot geholt, die jeweils ganz eigene musikalische Einflüsse mitbringen. So hat sich das Projekt Stück für Stück weiterentwickelt – fast wie ein musikalisches Puzzle, das über Monate und Jahre vervollständigt wurde.
Kati: Für mich war das alles extrem spannend und aufregend. Stoffel und ich kennen uns schon sehr lange und obwohl man ja erst denkt, dass seine Band YACØPSÆ und meine, LOST LYRICS, so gar nicht zusammenpassen, haben unsere Bands schon viele Konzerte zusammen gespielt und es war immer sehr schön. Bei LOST LYRICS bin ich mittlerweile seit 20 Jahren, habe aber auch noch eine weitere Band, in der ich Gitarre spiele, KATATON. Da geht’s etwas wüster zur Sache.
Stoffel: Mein subkultureller Werdegang ist nicht sonderlich spektakulär, er geht sicherlich analog mit dem vieler Leute aus meiner Generation einher. Punk entdeckte ich Ende 1981/Anfang 1982. Teils im Kontext der Neuen Deutschen Welle und teilweise durch Klassenkameraden, die auf New Wave und Ähnliches standen. Der erste Punk-Song meines Lebens war „Deutscher girls“ von ADAM AND THE ANTS, die erste LP „Eddie, Old Bob, Dick & Gary“ von TENPOLE TUDOR. Ich bin dann immer tiefer eingetaucht und entdeckte – neben den zahlreichen gängigen Klassikern – nach und nach die ersten derberen Bands, wie zum Beispiel VORKRIEGSPHASE oder STOSSTRUPP. Ab 1985/86/87 kamen Gruppen, wie die frühen HERESY, LÄRM, S.O.B., BOBWIRE, D.R.I. und NEOS hinzu; Ende der 1980er/Anfang der 1990er folgte dann die erste Powerviolence-Welle mit INFEST, MAN IS THE BASTARD, CROSSED OUT ... Innerhalb des weiten Punkrock-Spektrums bin ich sehr breit aufgestellt und es gibt viele Stilarten, die ich mag. Von THE SKIDS bis 7 MINUTES OF NAUSEA geht also sehr viel. Meine erste Band hatte ich 1986; seitdem habe ich in sehr vielen verschiedenen Gruppen und Projekten mitgewirkt, deren Aufzählung allerdings den Rahmen hier sprengen würde. Derzeit bin ich in zwei Bands aktiv, seit August 1990 bei YACØPSÆ, Gitarre und Stimme, und seit Januar 2020 bei RAZORS, wo ich Gitarre spiele.

Und wie habt ihr euch in dieser Konstellation zusammengefunden?
Christian: Eigentlich war das Ganze gar nicht als Bandprojekt geplant. Es begann mit ein paar Drumtakes, die ich während einer Studio-Session in der Corona-Zeit „aus dem Bauch heraus“ aufgenommen hatte. Diese wurden dann Stück für Stück durch eigene Ideen von Stoffel, Kati und Karl ergänzt. Wir haben uns dann auch in Hamburg getroffen, um Ideen auszutauschen und zu besprechen, was wir mit den Aufnahmen machen können und wie wir das kommunizieren möchten.
Kati: Chris untertreibt maßlos, wenn er sagt, er habe „ein paar“ Drumtakes rumgeschickt. Es waren 19! Während die meisten Menschen in Corona-Zeiten zu Hause waren, habe ich im Krankenhaus gefühlt mehr gearbeitet denn je. Da aber alle anderen musikalischen Aktivitäten auf Eis gelegt waren, blieb noch genug Zeit, alles im Homerecording aufzunehmen. Denn so lief es ab: Nachdem Stoffel mich gefragt hatte und ich meine anfängliche „Ehrfurcht“, mit wem ich jetzt hier eigentlich Musik mache, abgelegt hatte, trudelte nach und nach ein Song nach dem anderen bei mir ein. Dazu muss man sagen, dass mir das Ganze von Stoffel ursprünglich vorgestellt wurde mit: „Chris und ich wollen ein Deutschpunk-Projekt machen. Haste nicht Lust mitzumachen?“ Ich würde mal sagen, Thema verfehlt, setzen! Dazu wird Stoffel bestimmt mehr sagen.
Stoffel: Richtig. Chris fragte mich irgendwann 2020, ob ich Lust hätte, mit ihm ein „Deutschpunk“-Album einzuspielen, also er schickt mir Schlagzeugspuren und ich lege eine Gitarre darüber. Das war zunächst die Grundidee. Wer schlussendlich mit Bass und Gesang hinzukommt, wurde noch gar nicht thematisiert, zumal ich mich mit dem Projekt auch erst ein paar Monate später eingehender beschäftigte. Im ersten Moment fühlte ich mich ob der 19 Spuren, die er mir schickte, leicht überrollt, da ich eher mit einem relativ kurzen, ganz der Punk-Ästhetik entsprechenden, „herausgerotzten“ Entwurf gerechnet hatte. Von der Spielzeit her hätte das – für mein Empfinden – definitiv für eineinhalb Alben gereicht. Auch stellten Chris und ich bald fest, dass wir in punkto „deutschsprachiger Punk“ unterschiedlich geprägt wurden und dementsprechend versetzte Vorstellungen von diesem Genre haben. Die Bands, die mich nachhaltig beeindruckten, stammen eher aus den späten 1970ern und frühen 1980er Jahren; bei Chris waren es, wenn ich mich recht erinnere, primär Gruppen aus den frühen 1990ern. Als ich dann anfing, die Schlagzeugspuren mit Gitarre zu versehen, überlegten Chris und ich, wer den Bass einspielen könnte, und als Allererstes kam mir Kati in den Sinn, da wir schon sehr lange miteinander befreundet sind. Wer letztendlich das Mikrofon übernehmen sollte, entpuppte sich als kleine Herausforderung. Ich fragte bei Martin von EA80 und bei Martina von ÖSTRO 430 nach, die beide, soweit ich mich noch erinnere, zunächst einmal nicht per se abgeneigt waren, aber aus verschiedenen Gründen verlief das im Sande. Ich schlug außerdem Mille von KREATOR vor, da Chris seinerzeit mit ihm im Studio zu tun hatte. Das hätte allerdings zeitlich nicht funktioniert. Nachdem die Idee, mehrere Sänger:innen zu verpflichten, quasi pro Song eine Person, wegen des zu großen Aufwands schnell verworfen wurde, schlug ich Karl vor, der von der Idee sehr angetan war, aber wieder einen Rückzieher machte, als er hörte, dass es 19 Songs sind, mit denen er sich befassen muss, haha. Daraufhin suchten wir zunächst weiter, aber glücklicherweise hat Karl es sich noch einmal überlegt und die Herausforderung angenommen.

Wie muss man sich die musikalische Findung vorstellen? Welche Bandnamen, Songs, Ideen wurden in den Ring geworfen, um das rauszubekommen, was man auf dem Album nun hört.
Christian: Die musikalische Findung war wirklich ein fließender Prozess – wir sind nicht mit einem fertigen Plan vorgegangen. Natürlich haben die Drumtracks die Geschwindigkeit und die Länge vorgegeben. Aber die endgültige Stimmung kam von Stoffel, Kati und Karl, die ihre eigenen Interpretationen und Gedanken einfließen ließen.
Stoffel: Für mich war es keine leichte Aufgabe, zu den blanken Schlagzeugspuren Songgerüste zu kreieren, denn ich hatte viele Faktoren zu berücksichtigen. In meinem Hinterkopf kursierte immer der „Auftrag“, dass es stilistisch ein Punk-Album werden sollte, also musste ich darauf achten, dass eine gewisse Straightness gewahrt bleibt, ohne dass es langweilig wird. Gleichzeitig sollte noch Raum für Bass und Gesang vorhanden sein und, last but not least, durfte das Endergebnis nicht zu sauber oder zu glatt klingen. Aus diesem Grund habe ich konsequent Barré-Akkorde gespielt und Techniken wie zum Beispiel Powerchords vermieden. Rückkoppelungen habe ich des „Drecks“ wegen in den Songs belassen und diesbezüglich durch reichlich Flageoletts ergänzt. Spannend war für mich, dass ich zum Teil selbst nicht wusste, was am Ende dabei herauskommt, sobald ich anfing, mich mit den Spuren zu beschäftigen. Auch wenn ich darauf fixiert war, rotzigen Punk mit 1980er-Jahre-Prägung zu spielen, „zwang“ mich Chris’ Schlagzeug, über den stilistischen Tellerrand hinaus zu schauen. Und so entstanden unter anderem auch ein paar Titel, die für mein Empfinden eine gewisse Post-Punk-Färbung aufweisen. Katis Bass und Karls Gesang haben dem Gesamtbild schlussendlich einen besonderen Charakter verliehen. Ich finde es erstaunlich, was entstehen kann, ohne dass man sich auch nur ein einziges Mal im Proberaum getroffen hat.
Karl: Ich hätte die Band ja gerne „The Impossible Men“ genannt – weil unser Funktionieren als Band an sich völlig unmöglich ist. Wir haben es ja nicht mal geschafft, uns für ein Bandfoto zu koordinieren, obwohl wir alle zur gleichen Zeit am gleichen Ort waren. Leider fand mein Namensvorschlag keine Mehrheit, was für mich auch okay ist. Bei THE SUBDIVISIONS muss nicht alles durchoptimiert sein – Scheiß auf den Stress!
Christian: Für mich drückt THE SUBDIVISIONS aus, was wird sind: Eine neue Konstellation von Personen aus eigentlich unterschiedlichen Bereichen, die ein gemeinsames Ziel hat.

19 Songs sind eine stramme Ansage – wie sind die entstanden, wer hat die „zusammengeschraubt“?
Karl: Das war wie eine musikalische Einzelhaft, und ich habe jeden Moment genossen. Ich saß alleine da mit 19 Instrumentals und keiner hat mir reingeredet. Perfekt. Unsere WhatsApp-Gruppe war wie ein Chat mit Geistern. Alle da, keiner wirklich anwesend. So stelle ich mir moderne Kommunikation vor: Jeder macht sein Ding und am Ende kommt trotzdem was Brauchbares dabei raus. Oder auch nicht, aber dann war wenigstens die Arbeitszeit angenehm. Ich finde es auch nicht schlimm, wenn bei einem Projekt, bei dem die Leute sich kaum kennen und keine „verschworene Gemeinschaft“ sind, das auch nach außen sichtbar wird. Ich meine ... ich habe jeden meiner Mitmusiker zweimal in meinem Leben getroffen, na ja, Stoffel sieben-bis zehnmal. Da ist es ganz normal, wenn man sehr verschieden tickt. Es war die Musik, die uns zusammengebracht hat – nicht dicke Freundschaften oder die Mitgliedschaft in der gleichen Religionsgemeinschaft oder bei den Anonymen Alkoholikern. Dass ich in dieser Band überhaupt singe, habe ich übrigens „Daisy Jones & The Six“ zu verdanken. Die haben mich erleuchtet, halleluja!
Kati: Was Karl als „musikalische Einzelhaft“ bezeichnet, sah bei mir so aus: Stoffel schickte mir einen Song, ich hörte mir den an, nahm meine Box, stellte fest, dass ich keinen Mikroständer habe, baute mir einen aus Gaffatape und einem Kerzenständer, verkabelte alles, fluchte viel und ausgiebig und los ging’s. Nachdem ich fertig war, schickte ich den Song wieder zurück und wenn kein Veto kam, ging es zum nächsten. Was nicht unerwähnt bleiben sollte, ist der Umstand, dass es sehr schwierig war, einen Sänger oder eine Sängerin zu finden, der oder die sich vorstellen konnte, bei dem Projekt mitzumachen. Zu dem Zeitpunkt waren schon alle 19 Songs instrumental fertig. Das wirkte wohl etwas abschreckend, vor so einem Berg zu stehen. So entstand die Idee zwischen Chris, Stoffel und mir, verschiedene Sänger:innen mitmachen zu lassen, so dass es auch noch jeweils eine Aufnahme eines Songs mit Stefan Becker – ex-LOST LYRICS, ex-SWOONS, THE SWIPES –, Kunti von HAPPY KADAVER und Holger Schacht von LOST LYRICS gibt. Auch für die werden wir uns noch was Nettes einfallen lassen. An dieser Stelle vielen Dank an euch für eure tolle Arbeit! Aber auch für diese Idee ließen sich nicht genug Leute finden und dann fragte Stoffel Karl, der sich der ganzen Sache annahm.
Christian: Ein richtiges gemeinsames Zusammenschrauben gab es also nicht beziehungsweise musste das im Studio gemacht werden, da wir immer nur Spuren und selbst erstellte Mixdowns hatten. Ich kenne diese Vorgehensweise bereits von vorherigen Bands sowie Projekten wie NEGATIV NULL, WHITE EYES, THE ARCHITECTONIC PRINCIPLE OF THE MENTAL APPARATUS, AGGROTRONIC oder der Zusammenarbeit mit BASTARD NOISE.

Und wie kamt ihr auf Holy Goat als Label?
Christian: Auf Holy Goat Records bin ich zum ersten Mal aufmerksam geworden, als sich KONTROLLE dauerhaft in meiner Playlist festgesetzt haben. Als ich dann noch herausfand, dass Ralf und ich gemeinsame Bekannte haben, die uns vernetzt haben, war es schnell geklärt. Ralf hat die gemasterten Aufnahmen gehört und ich habe ihn gefragt, ob er Interesse an einer Kleinauflage von LPs hat. Es kann manchmal so unkompliziert sein.

Nun gab und gibt es solche, äh, „Supergroups“ ja immer wieder mal – und meist gibt es dann eine Platte und zwei Konzerte und dann gerät die ganze Sache in Vergessenheit. Was ist bei euch der Plan, wie sieht es mit Konzerten aus?
Christian: Zum einen ist der Begriff „Supergroup“ wirklich schlimm und vermittelt hier das falsche Signal. Wir wollten organisch zu den vorhandenen Teilen etwas ergänzen und schauen, was daraus entsteht. Dass wir das nun auch veröffentlichen können, ist natürlich schön für uns. Das Thema Konzerte haben wir recht schnell verworfen, da wir die Songs, die über einen längeren Zeitraum gewachsen sind, nicht einfach reproduzieren möchten. Wir sind immer wieder im Austausch, ob wir ausgewählte Songs spielen und Live-Versionen davon machen können. Ganz aufgegeben haben wir noch nicht, aber wir grübeln noch nach einer guten Lösung.
Kati: Cool, ich spiele in einer Supergroup. Nee, so sehe ich das nicht. Ansonsten hat das Chris schon schön zusammengefasst. Aber zumindest entstand in unserem Chat auch schon die Idee einer zweiten Platte.
Karl: Ich bin fast 65 und plane nur noch bis zum nächsten Zahnarzttermin. Alles andere ist Spekulation. Live-Konzerte sind theoretisch möglich, aber wir wohnen alle in verschiedenen Postleitzahlen-Bereichen, und organisatorischer Aufwand macht mich nervös. Wenn es passiert, passiert es. Wenn nicht, war es auch eine Erfahrung. Perfektion ist sowieso überbewertet – interessante Fehler sind viel unterhaltsamer.

Karl, du bist der Texter, warst das schon in zig Bands, hast dich hier gut ausgetobt. Schon der Opener „Boomer tumor“ ist eine klare Ansage. Trifft dich dieses „Boomer“-Gewäsch der Gen Z?
Karl: Ich finde es beruhigend, dass eine Generation, die ihre Kindheit damit verbracht hat, virtuelle Kühe zu melken, uns Realitätsferne vorwirft. „Boomer“ ist für mich wie „Sir“ oder „Herr Professor“ – ein Ehrentitel für erfolgreiche Überlebenskünstler. Wir sind ja mittlerweile die größte Bevölkerungsgruppe, statistisch gesehen sind wir die wahren Influencer. Die Kids können uns beschimpfen, aber sie müssen trotzdem unsere Renten zahlen.

„Capslock tribesmen“ ist ein schöner Kommentar zum Verhalten mancher Zeitgenossen, digital in GROSSBUCHSTABEN herumzubrüllen. Was treibt einen auf die Palme dieser Tage – und wie kommt man wieder runter?
Karl: Ich sammle Screenshots von Caps-Lock-Kommentaren, drucke sie aus und zerschneide sie dann, um sie auf dem Boden alphabetisch zu ordnen. Das beruhigt mich. Wenn Menschen, die im echten Leben nicht mal einen Kellner um Salz bitten würden, online zu digitalen Kriegern werden, dann ist das für mich wie Verhaltensforschung in Echtzeit. Was mich wirklich aufregt? Würde ich das verraten, hätte ich ja keine Privatsphäre mehr. Dann könnte jeder meine Knöpfe drücken, und wo wäre da der Spaß? Den hätten nur andere.

Und was sind eure individuellen musikalischen Pläne für die nächste Zeit?
Stoffel: Ich gehe derzeit in periodischen Abständen ins Studio, um den „Gesang“ für eineinhalb YACØPSÆ-Alben fertig zu stellen, das „halbe“ Album wird eine Split-10“ mit AGORAPHOBIC NOSEBLEED. Beide Platten könnten mit Glück Ende 2025 erscheinen. Mit den RAZORS arbeiten wir derzeit an ein paar neuen Songs für eine 7“-EP auf dem Hamburger Label Sterbt alle! Records.
Kati: Mit LOST LYRICS arbeiten wir gerade an einer neuen Platte und planen, Ende des Jahres ins Studio zu gehen. Auf die nächsten 20 Jahre!
Karl: Mein Gedächtnis funktioniert nur noch rückwärts – ich erinnere mich an Songtexte von 1985, aber vergesse, was ich gestern gesungen habe. Deshalb plane ich nur noch Projekte, die ich bereits vergessen habe. Das macht alles überraschender. Live spielen würde ich gerne wieder, aber nur Sachen, die man erfühlt statt konstruiert. STOOGES/Iggy-mäßig. Nicht unbedingt total schnell, aber alles mehr erfühlt als konstruiert, kein viermal dieses, zweimal jenes, dann die Bridge, dann Affentempo. Ächz. Ansonsten prostituiere ich mich gerne für jedes Projekt, das interessant genug ist, um meine Aufmerksamkeitsspanne zu überdauern. Die wird nämlich auch kürzer. Die Musikrichtung ist mir dabei übrigens ziemlich egal.
Christian: Erst einmal stehen weitere Konzerte und Touren mit HEAVEN SHALL BURN an, die meinen Kalender ja schon sehr gut füllen. So wie ich mich kenne, wird sich aber das eine oder andere zusätzliche Musikprojekt ergeben. Ich hoffe, dass sich unter den Leserinnen und Lesern hier Leute finden, denen der Ansatz und die Musik von THE SUBDIVISIONS gefallen werden.

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