USERS

Foto

Up & coming

Heimat: Ich bin in einer kleineren Stadt in Dänemark namens Esbjerg aufgewachsen, und ehrlich gesagt war dort in der Musikszene nicht viel los. Ich glaube, dass die Musik als mein ganz persönlicher Rückzugsort mich in gewisser Weise beeinflusst hat. (Sune)

Ich bin Oskar und komme aus dem nördlichsten Teil Deutschlands. Ich bin mit RAGE AGAINST THE MACHINE, DIE ÄRZTE und BILLY TALENT aufgewachsen, was einen großen Einfluss darauf hatte, wie ich an Musik herangehe und sie schreibe. Eine bunte Mischung, ganz sicher, aber das hat mir gezeigt, dass Aktivismus nicht an ein Genre oder einen Stil gebunden ist. Es geht um den Inhalt, den Ausdruck, die geteilten Frustrationen und die Bereitschaft, etwas zu verändern. (Oskar)

Ich bin in einem kleinen Ökodorf in der Nähe von Århus
in Dänemark aufgewachsen. Mein ganzes Leben lang habe ich mich sehr für Natur- und Klimaaktivismus engagiert. Ich hatte mich vorher nicht wirklich für Punkmusik interessiert, bis ich nach Berlin ging, um mit der Bewegung „Letzte Generation“ an Klimaprotesten teilzunehmen, und schließlich für mehrere Tage inhaftiert wurde. Das war ziemlich traumatisch und anstrengend für mich. Als ich freikam, fuhr ich direkt nach Kopenhagen zurück und landete am nächsten Tag auf dem Roskilde Festival. Das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Gemeinschaft, die ich bei diesem Konzert spürte, haben mich geheilt. An diesem Tag habe ich entdeckt, was ich mit meinem Leben anfangen möchte. Ich möchte dazu beitragen, einen Raum und ein Umfeld zu schaffen, in dem andere sich gesehen und gehört fühlen.
(Esbjørn)

Ich stamme aus einer Kleinstadt außerhalb von Kopenhagen. Ich war ein kreatives Theaterkind mit einer Leidenschaft für traditionelle englische Punkmusik. Ich habe auch mal in einem Nachtclub gearbeitet, wo ich eine Menge sehr reicher Kids bedient habe – darauf beruhen Songs wie „Pride“ und „Plastic models“. (Sean)

Was war: Wir kommen alle vier aus verschiedenen Richtungen. Ich traf Sean an einem entscheidenden Punkt in meinem Leben. Davor hatte ich einige wirklich intensive Erfahrungen mit der Polizei gemacht und hatte das Gefühl, dass die Musik, die ich spielte, extrem privilegiert war. Sie bedeutete mir nichts. Es war langweilig ... Also hatte ich beschlossen, dass dies das letzte Konzert dieser Art sein würde, das ich spielen würde – und genau da stand Sean vor mir. Wir hatten eine gemeinsame Energie. Ich wollte mich mehr im Aktivismus engagieren und das im Grunde genommen hauptberuflich machen, aber auch hauptberuflich Musiker sein – und auf diese Weise ließ sich beides verbinden. Sean kam an diesem Abend mit der Lösung. Ich war so glücklich und erzählte Oskar davon. Oskar antwortete, ich solle besser nicht damit rechnen, noch einmal von Sean zu hören. Da waren meine Träume erst mal ein bisschen zerschlagen. Aber ein halbes Jahr später war ich in der Stadt unterwegs, und plötzlich tauchte Sean wie aus dem Nichts auf, packte mich und sagte: „Wir gründen eine Punkband!“ Dann trafen wir uns tatsächlich ein paar Tage später, tranken einen Kaffee und hingen ein paar Wochen lang jeden Tag zusammen ab, redeten über unsere Vergangenheit und die letzten Jahre. Ich war düsterer Stimmung und frustriert von der Welt. Sean formulierte meine Entwicklung als Aktivist in Songtexte um, und innerhalb der ersten zwei Wochen hatten wir eine Menge Songs geschrieben. (Esbjørn)

Was ist: Eigentlich bereiten wir gerade unser zweites Album vor! Es ist noch lang hin und wir müssen noch viel klären, aber es ist auf dem Weg und wir freuen uns riesig darauf. Und dann wollen wir viel mehr live spielen. Vor allem auch außerhalb von Dänemark. Wir sind sehr DIY, also wenn es da draußen irgendwelche schrägen und coolen Booking-Agenten, Festivals oder Veranstaltungsorte gibt, meldet euch bei uns, Leute, wir wollen euch besuchen kommen! (Oskar)

Was kommt: Intergalaktischer Erfolg mit unserem zweiten Reggae-Weihnachtsalbum. Nein ... Wir müssen euch in Deutschland unbedingt viel öfter besuchen! In ein paar Jahren sehe ich USERS also auf mindestens einer Headliner-Tour mit vielen Stopps in Deutschland! Das größere Ziel ist natürlich, unsere Botschaft noch weiter zu verbreiten. Der Kapitalismus ist dazu da, den Privilegierten noch mehr Privilegien zu verschaffen, und wir hoffen, dass wir unseren Teil dazu beitragen können, das zu verhindern! (Oskar)

Selbstverständnis: Ich würde sagen, wir zeichnen uns dadurch aus, dass wir keine Kompromisse eingehen. Wir sind und waren schon immer darauf bedacht, unsere Meinung in Texten und auf unseren Live-Auftritten zu sagen, wohl wissend, dass wir in einer Zeit leben, in der Menschen Angst haben können, ihre Stimme zu erheben und zu sagen, was in der Welt gerade falsch läuft. Wir sind antifaschistisch, antikapitalistisch und für ein freies Palästina! (Oskar)

Klingt wie: Wir lassen uns stark von der englischen Punk-Szene inspirieren und sind große Fans von DITZ und LAMBRINI GIRLS. IDLES sind ebenfalls eine Band, die einen großen Einfluss darauf hatte, wie wir unsere Songs schreiben. Das hat uns seitdem dazu motiviert, unseren eigenen Sound zu finden und unsere eigene Art zu produzieren und zu schreiben. (Oskar)

Anzeige