
Heimat: Wir kommen aus dem Raum Koblenz/Zell. Die Szene bei uns war mal größer, gerade in Koblenz und Umgebung, ist aber in den letzten Jahren etwas zurückgegangen. Die Herkunft hat für uns eher wenig mit unserem Sound zu tun. Ich denke, da waren eher die Besuche von Konzerten und unsere Liebe zu härterer Musik ausschlaggebend. (Maik)
Was war: Ich habe bereits in zwei Bands gespielt. Tatsächlich haben wir über meine letzte Band FORTUNE DRIVES TO VEGAS zusammengefunden. Ich war dort schon länger musikalisch aktiv und Maik kam leider erst kurz vor der Auflösung dazu. (Thomas)
Was ist: „Hiatus“ war generell die erste Platte, die wir beide von Anfang an kreiert haben. Alles war neu und wir mussten uns erst mal als Band sortieren und einen Weg für uns finden. Wir haben während der Arbeit an der Platte allerdings unsere Richtung gefunden und arbeiten bereits mit dem neu gefunden Flow fleißig an neuen Songs. Ich glaube, wir haben beide viel dazugelernt über den musikalischen Arbeitsprozess sowie auch über uns. (Maik)
Was kommt: Wie bereits erwähnt, schreiben wir momentan neue Songs und probieren uns kreativ am aus. Auch wenn die Richtung steht, macht es uns trotzdem Spaß, auch mal neue Dinge mit einfließen zu lassen. Außerdem sind wir auf der Suche nach neuen Mitgliedern für Bass und Drums. Wo wir uns in zwei Jahren sehen, ist nach der frischen Veröffentlichung der ersten EP schwer zu sagen. Die nächsten Schritte sind allerdings, Menschen zu finden, mit den wir gerne Musik machen, und VERGE auf die Bühne zu bringen. (Maik)
Selbstverständnis: Wir haben schnell festgestellt, dass wir dieselben Werte vertreten und uns Dinge wie Mental Health, Freude an dem, was wir machen, und eine ehrliche, offene Kommunikation sehr wichtig sind. Die Songs beziehen sich fast alle auf negative Erfahrungen, die wir im Leben gemacht haben, und wie wir damit umgegangen sind beziehungsweise immer noch umgehen. (Maik)
Davon ab ist uns aber auch wichtig, dass es uns zu allererst Spaß macht. Wenn es zusätzlich noch ein Ventil sein kann, um Sachen zu verarbeiten, ist das umso besser. Natürlich gehört ein gewisser Druck auch zum Bandleben und -schaffen dazu, sollte aber nicht überhand nehmen. Ich denke, dafür sind wir beide relativ sensibel. (Thomas)
Klingt wie: Ich denke, die Frage ist wirklich schwer zu beantworten, wenn man nicht immer streng den genrespezifischen Fußstapfen folgt. Wir würden sagen, hauptsächlich geht unsere Musik eher in die Richtung Hardcore. Ziel war schon, das Rad nicht neu zu erfinden, aber dennoch Musik zu machen, die anders klingt und emotional geladen ist. (Maik)
Die eigene Band einzuordnen habe ich wirklich schon immer gehasst. Bei den „Hiatus“-Songs war es total oft so, dass einer von uns irgendwann gesagt hat: „Lasst uns an der Stelle mal was total Verrücktes machen“, dann wurden Sachen ausprobiert und here we are! (Thomas)
© by Fuze - Ausgabe #114 Oktober/November 2025 und Maik und Thomas (VERGE)