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ONE WAY SYSTEM

1981 1984

Die aus Lancashire im Nordwesten Englands stammenden ONE WAY SYSTEM gründeten sich 1979, aber erst 1982 erschienen erste Aufnahmen. Die ersten Releases waren die „Stab The Judge / Riot Torn City“-7“ (Beat The System, 1982) und „Give Us A Future / Just Another Hero“-7“ (Anagram, 1982), 1983 kam das Debütalbum „All Systems Go“ (Anagram 1983), dem im gleichen Jahr noch „Writing On The Wall“ (Anagram) folgte und die Band in jener Zeit auf die obersten Plätze der damals noch relevanten UK-Indie-Charts katapultierten und ihnen sogar eine US-Tour mit den CIRCLE JERKS verschaffte – dumm nur, dass deren Keith Morris sich verletzte und die Sache sich bis auf eine Show mit SUICIDAL TENDENCIES erledigt hatte.

Generell schien der Band damit etwas das Glück abhanden gekommen zu sein, weitere Releases gab es bis zur Auflösung 1986 nicht, die Besetzung änderte sich. 1995 dann fand sich die Ur-Besetzung wieder zusammen anlässlich der Neuauflage der Alben via Captain Oi!, doch lange währte das Glück nicht.

Das neue Album „Waiting For Zero“ kam 1998/99 auf GMM, und diverse weitere Line-up-Versionen später sind ONE WAY SYSTEM bis heute auch live aktiv, mit den Quasi-Originalmitgliedern (seit den frühen Achtzigern dabei) Tommy Couch und David Ross.

Sogar ein neues Album erschien kürzlich, wobei „Car Bombs In Babylon“ wohl schon einige Jahre in Arbeit war. Cherry Red hat nun „All Systems Go“ und „Writing On The Wall“ in eine Pappbox gesteckt, jeweils im Look des Vinyls, und ergänzt die beiden Klassikeralben um eine „Rarities“ betitelte Zusammenstellung diverser 7“-Tracks aus der Frühzeit, so dass man mit dieses Box im Besitz des relevanten Frühwerks von ONE WAY SYSTEM ist – und das lohnt sich, denn die spielten damals melodiös-rauhen Streetpunk urbritischer Prägung, der erfreulicherweise im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen ohne hardrockig-metallische Einflüsse auskommt.