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CAMPBELL APARTMENT

(510)

Hinter dem kryptischen Titel verbirgt sich die Vorwahl von Oakland, Kalifornien – und das passt gut, denn CAMPBELL APARTMENT liefern mit ihrem neuen Album eine sonnendurchflutete Indiepop-Platte voller Westküsten-Vibes, bittersüßer Melodien und schrammeliger Gitarren. Frontmann Ari Vais jongliert gekonnt mit Powerpop, LoFi-Charme und leichtem College-Rock-Appeal. Gelegentlich allerdings hat die Band ein kumpeliges „Dadrock“-Flair, das tut dem sommerlichen Songmaterial aber keinen Abbruch. Stücke wie das luftige „In my dreams“ oder „Grudge“ (ein unverblümter NIRVANA-Rip-off) sind voller Ohrwurmpotenzial. Andere Nummern erinnern an TEENAGE FANCLUB, GIN BLOSSOMS oder frühe WEEZER – inklusive verspielter Harmonien und einem Hauch Melancholie. Eine Prise BEACH-BOYS-Harmonie, kombiniert mit 1990s-Britpop-Zutaten ergibt eine Scheibe, die damals bei Creation hätte punkten können. Produziert wurde das Ganze angenehm roh, mit warmem Vintage-Sound und bewusstem Verzicht auf überflüssigen Studio-Glamour. Die Bandmitglieder – neben Vais Bassist Kevin Frank und Drummer Steve Mathews – klingen wie eine eingeschworene Clique, die genau weiß, was sie tut. Und es gibt vermutlich 510 Gründe, das detailreiche Album immer wieder zu hören.

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