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JESSICA93

666 Tours De Périph’

666 Runden auf der Pariser Ringautobahn – das steht wohl für die Hölle auf Erden. Jello Biafra wählte auf dem Co-Album „Last Scream Of The Missing Neighbors“ mit D.O.A. bei „Full metal jackoff“ ein ähnliches Bild. Geoffroy Laporte ist der Mann hinter JESSICA93, nach neun Jahren gibt es eine neue Platte, und er spielt alles: Gitarre, Bass, Drum-Machine. Und er singt. Mal auf Englisch, meist aber französisch. Oder beides, siehe „Le grand remplacement“ – der große Austausch. Die Aliens sind schon längst unter uns ... ein ironischer Kommentar zu den Idiotismen dieser Zeit, auch bei „Florence Rey (All cops are beautiful)“. Musik mit der Aura einer zugequarzten Kifferbude, düstere Post-Punk-Noiseschleifen, darauf aber eher schon grungige Saiteninstrumente. Laporte sitzt bequem zwischen den Stühlen, haut so wirklich nur mit soliden Französischkenntnissen verständliche Sprüche raus, die auf der Labelwebsite in einem langen (englischen) Text halbwegs erklärt werden. Musik für fortgeschrittene Coldwave-Connaisseure, die der exzellenten Trüffelnase der Born Bad-Betreiber auch beim dritten JESSICA93-Album Vertrauen schenken.

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