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ARTHUR SATAN

A Journey That Never Was

Vor gut vier Jahren konnte der französischer Gitarrist/Songschreiber Arthur Satan (in seinem Pass steht Arthur Larregle) bereits mit dem verspielten Acid-Folk-Album „So Far So Good“ punkten, er mischte Sounds der späten 1960er, vor allem von Pop-Psych-Bands wie ZOMBIES und Syd Baretts PINK FLOYD, aber auch von THE WHO und selbst den späten BEATLES, und erschuf daraus einen irren, aber stimmigen Songkosmos, den sicherlich auch Sampler wie „Chocolate Soup“ oder die „Rubble“-Reihe prägten. Der Musiker aus Bordeaux brach damit komplett mit dem Garage-Sound seiner Kapelle JC SATAN. Mit dem neuen Album, als prachtvolles Doppelvinyl bei Born Bad aufgelegt, geht er weiter in diese Richtung. Mellotron-Streicher, wabernde Orgelparts, folkiges Gitarrengezupfe, aber auch krachende Rock-Riffs definieren diesen angenehm spleenigen Songzyklus. Satan als Songschreiber kopiert allerdings niemals zusammenhanglos irgendwelche Ideen aus den späten 1960ern, er bedient sich besonnen an Elementen, die er clever und mit wohlbedachtem Kalkül zu einem großen Ganzen zusammenfügt. Dass es da gelegentlich zu Schnittmengen mit bekanntem Material der Ära kommt, wird billigend in Kauf genommen und macht die Platten als Entdeckungsreise für Plagiatsjäger und Sounddetektive natürlich umso verlockender. Als XTC Mitte der 1980er kurzzeitig zu den DUKES OF STRATOSFEAR wurden, gingen sie ähnlich vor, das Resultat war allerdings weitaus plakativer als die feinsinnige 1960s-Mimikry des Franzosen, dessen starkes 2025er Album allerdings in einem Atemzug mit den ähnlich funktionierenden MOOONS und Soundflat-Wunderkind Frankie und seinen „Strange Tales“ genannt werden kann.

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