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SOIFASS

A Night In Nineteen-Ninety-Nine

Weshalb eine Berliner Nacht im Jahr 1999 erwähnt wird, ist klar: Aktuell feiert die Band nämlich ihr 25-jähriges Bestehen (wenn auch mit Unterbrechungen). Yvonne Schulz schrieb in Ox # 82, für sie gehören SOIFASS „zu den wenigen Oi!-Bands, die ich auch nüchtern immer wieder höre“. Das ist bis dato so nachvollziehbar. In Ox #118 schrieb ich über das letzte Album „Auf blinder Fahrt“ (2014), dass ich auf einige Songs hätte verzichten können. Doch nun passen alle! Kraftvoll startet die Scheibe, was kein Wunder ist, denn der Produzent Marc Wüstenhagen (STOMPER 98) hat in Metal-Produktionen sein eigentliches Steckenpferd. Im Lied „Auf Raketen fliegen“ vernimmt man eine melodiöse Gitarre, die abermals brachiale Stimme von Sänger Viktor, während die zweite Gitarre fast gegenläufig langsam schrammelt. Die Platte können sie so auch live durchspielen. Es wird inhaltlich mal sozialkritisch („Berliner Walzer“) und durchaus auch mal aufmunternd, wie in „Aus Scheiße Gold“. Na klar, erinnert dies auch an die anderen Berliner Bands wie TOXPACK, und bei besagtem Song ist nicht umsonst deren Tommi Tox mit von der Partie. „Verschwörer“ zeigt in Wo-die-Liebe-hinfällt-Manier eine private Problemstellung auf und der „Hipster stomp“ ist das Paradestück des schmissigen Albums, schnell, bissig, mit Offbeat unterlegt.

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