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À TERRE

Embrasser La Nuit

Genau wie die drei bislang veröffentlichten EPs, ist auch das Debütalbum des Quintetts aus dem französischen Teil des Baskenlands ein Self-Release. Das Foto auf dem Cover erinnert an „Semtex“, an das Debüt von THE THIRD EYE FOUNDATION. À TERRE denken aber nicht Drum’n’Bass und TripHop zusammen, sondern versetzen Post-Metal in einen möglichst desolaten, emotionalen Ausnahmezustand. Auf „Embrasser La Nuit“ scheinen in den längeren Kompositionen immer wieder AMENRA durch, allen voran in Struktur und Klimax von „Prophétie“ oder im Closer „L’appel de la nuit“. Dass es À TERRE in Sachen Intensität und Leidensdruck mit der belgischen Ausnahmeband aufnehmen können, ist das eigentlich Markante, denn Epigonen gibt es mittlerweile zuhauf. In den kurzen Interludes „Presque morts“ und „Tous morts“ wandeln sie den metallischen Glutkern in elektrische Spannung um. Textlich ist es ein monothematisches Album darüber, warum der verzweifelte Sprecher unwiederbringlich am Abgrund steht. Die Stimme hingegen variiert die negativen Emotionen und gibt Auskunft darüber, wie sich Verzweiflung ausdrücken kann. Die einzig verbliebene Option zu handeln ist es, die Nacht zu umarmen, „Embrasser La Nuit“.

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