OSSUARY

Abhorrent Worship

OSSUARY ist nun nicht der am weitesten verbreitete Bandname, da ist es schon etwas obskur, dass eine italienische Stoner-Kapelle, die sich lediglich durch ein THE von diesen Amerikanern hier unterscheidet, nahezu zeitgleich ebenfalls ein Album veröffentlicht. Die Rhythmussektion dieses Trios aus Wisconsin war mal das Rückgrat der Hippie-Okkult-Rocker JEX TOTH und hat seitdem offensichtlich einen weiten musikalischen Weg in die Untiefen des morastigen Death Metal-Untergrundes zurückgelegt. Ergänzt werden die beiden durch Izzy Plunkett, die für Gitarre und infernalischen Gesang zuständig ist. „Abhorrent Worship“ ist jetzt eines der dreckigsten und brutalsten Alben der letzten Zeit geworden. Das hier ist purer Death Doom direkt aus einer mit faulig gärenden, nicht mehr zu identifizierenden Substanzen gefüllten Höhle. Jedes Instrument wurde organisch aufgenommen, der Bass ist so verzerrt, dass es Jo Bench Freudentränen in die Augen treibt, und der hallende Gesang ätzt sich in die Gehörgänge. Wie ein Mammut trotten OSSUARY dahin, und selbst wenn der Schlagzeuger mal lospoltert, bleibt die abgrundtiefe Gitarre stoisch auf der Kriechspur. Krasse, aber sehr gute Scheibe.

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