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ACCVSED

Dealers Of Doom

Befeuert von Wut, Ängsten und dem fatalistischen Blick auf das Leben sind ACCVSED, obwohl erst 2021 gegründet, stilsicher unterwegs: unbarmherzig energetisch, mit vollem Klang, düsterer Atmosphäre und brachialem Tiefgang. Ihr Langspieldebüt hat es in sich: Ein massives, doomiges Riff setzt bereits in den ersten Sekunden die Marschrichtung. Der fließende Übergang von finsterer Härte zu cleanen Vocals zu einem brutalen Breakdown macht den Opener „Day of the locust“ zum Aushängeschild des Albums. Das Tuning? Geht stellenweise kaum tiefer. Dem schließt sich der Titeltrack „Dealers of doom“ mit hohem Tempo an – gnadenlos überwältigend. Neben intensiven Shouts und rohen Emotionen brilliert die junge Band mit epischen Refrains und Gitarrensoli. Um ihren Sound noch weiter zu diversifizieren, schrecken die Wiesbadener auch vor dem üppigen Einsatz elektronischer Elemente nicht zurück („Avoider“, „Killer of minds“). Gerne etwas weniger davon. Positiv: Es bleibt ausreichend Raum für Atmosphäre („Total eclipse of self“). Doch obwohl ACCVSED ein Händchen für stimmige Transitions beweisen, mag es ihnen nicht immer gelingen, im Tumult der Elemente eine sinnvolle Verbindung zu schaffen. Unterm Strich ist „Dealers Of Doom“ aber vor allem eins: ein ambitioniertes Debütalbum, das ACCVSED nichtsdestotrotz zu relevanten Vertretern des modernen, europäischen Metalcore macht.

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