
Das Schöne daran, Musik in einer Sprache zu hören, die man nicht spricht, ist das Gefühl, sie trotzdem irgendwie verstehen zu können. Das gelingt bei „Future Babies“ ganz einfach, da die Melodien vor dem wunderbar-scheppernden Garage-Sound der Band aus Tokio so eingängig und die Stimme von Yumi Uchizono so ausdrucksstark sind. Ab und an kommen doch Bedenken auf, ob die Sprachbarriere die Feinheiten zwischen den Songs verschwimmen lässt, aber „2049“ am Ende der EP beweist dann doch, dass man einfach nur besser zuhören muss. Die technikkritische, dystopische Stimmung wird in der abgehackten Produktion und dem subtilen House-Rhythmus deutlich und vielleicht kommt es auch gar nicht darauf an, Inhalte immer in Gänze zu verstehen. Es reicht, zu hören, dass AKABANE VULTURES ON STRONG BYPASS was zu sagen haben, es mit Nachdruck rufen und damit immerhin seit 20 Jahren international Shows abreißen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #186 Juni/Juli 2026 und Paula Heil