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ANGELIC UPSTARTS

We Gotta Get Out Of This Place / Two Million Voices

1980 erschien mit „We Gotta Get Out Of This Place“ das zweite Album der britischen Band. Schon der Opener „Never ’ad nothing“ ist ein Knaller. Das Album enthält noch weitere Klassiker wie „Shotgun solution“ oder „Out of control“. Doch ANGELIC UPSTARTS sangen nicht nur über Polizeigewalt, sondern in „King coal“ auch über das harte Leben der britischen Kohlekumpels. „Two Million Voices“, das dritte Album, erschien 1981. Der Titelsong kritisiert die Massenarbeitslosigkeit in Großbritannien und zeigt auch andere Seiten der Band. So gibt es mit „Heath’s lament“ einen Spoken-Word-Track und mit „I understand“ eine geniale Punk-Reggae-Nummer. Den gewohnt guten Upstart präsentieren sie in Songs „Kids on the streets“ oder „Guns for the Afghan rebels“, in dem sie den Überfall der Sowjetunion auf Afghanistan kritisieren. Mit „Last night another soldier“ schildern sie den Nordirland-Konflikt anhand eines von der IRA getöteten britischen Soldaten. Alles in allem zeigt sich an den beiden Alben der Wandel der Streetpunk-Band, die auch in Zukunft musikalisch über den Tellerrand schaute. Politische Naivität unterstelle ich ihnen bei ihrem Song „Lonely man of Spandau“ über den inhaftierten Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess, der bis zu seinem Selbstmord dem Nationalsozialismus die Treue hielt. Die Band spricht sich dafür aus, den Gefangenen aus humanitären Gründen freizulassen. In Kombination mit dem Song „England“, in dem sie ihr Heimatland abfeiern, ähnlich wie COCK SPARRER auch, dürfte die Band sich die Naziglatzen auf ihren Gigs selbst herbeigesungen haben, auch wenn sie diese dann auch gerne eigenhändig rausprügelten.

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