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ANTIFASCHISTISCHE AKTION - Geschichte einer linksradikalen Bewegung

Bernd Langer

Als die erste Auflage des Buchs, entstanden aus der Broschüre „80 Jahre Antifaschistische Aktion“, im Oktober 2014 erschien, war sie innerhalb eines halben Jahres vergriffen. Mittlerweile liegt die 4. Auflage, erneut aktualisiert und erweitert, vor. Wie der Titel schon sagt, erzählt Langer die Geschichte der antifaschistischen Bewegung in Deutschland. Das Buch beginnt mit dem Ersten Weltkrieg und dem revolutionären Umbruch an seinem Ende. Die Etablierung des italienischen Faschismus wird ebenso beschrieben wie die Entwicklungen in der Weimarer Republik und das Erstarken des Nationalsozialismus. In dieser Zeit entstand 1932 von der KPD initiiert die „Antifaschistische Aktion“ sowie das Logo, die zwei Fahnen, die damals noch nach rechts wehten. Die Zeit im Dritten Reich und der Widerstand wird ebenso behandelt wie die Wiederkehr alter und neuer Nazis in der jungen Bundesrepublik. In den 1970er Jahren griffen kommunistische Gruppen das Logo der Antifaschistischen Aktion wieder auf, bis es später von den Autonomen übernommen wurde und zum heutigen Symbol der Antifa wurde. Doch antifaschistischer Kampf war und ist mehr als nur Militanz gegen rechts, sondern auch das Infragestellen von Strukturen, Machtverhältnissen und auch Geschlechterrollen und das Entwickeln neuer Ideen und Lebensformen. Angesichts des immer stärker werdenden Rechtsruck eine dringend notwendige Lektüre, gerade weil schon in der Weimarer Republik klar wurde, dass man Nazis nicht kleingekriegt, indem man sie kleinredet, versucht sie wegzuregieren oder gar in die Regierung einbezieht. Das Buch endet in der Gegenwart und mit der Aufforderung, sich in den politischen Prozess einzubringen.

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