ARBEITSTITEL: BULLENBLUT

Das viel zu poppige zweite Album

Liebe Musikfreunde, lasst euch bitte auf gar keinen Fall von diesem komischen Bandnamen abschrecken. Auch nicht vom eher albernen Plattentitel und erst recht nicht von Dieter Bohlens Fresse, die einen hier vom Cover angrinst.

Hinter all diesem Irrsinn verbirgt sich nämlich tatsächlich mit das Beste, was die hiesige Punkrock-Szene in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Und dieses Kunststück gelingt den beiden von ATBB sogar noch ganz ohne Gitarre.

Nur mit verzerrtem Bass und Schlagzeug bewaffnet wird hier ein regelrechtes Hitfeuerwerk abgefackelt, das von vorne bis hinten einfach nur tierisch Bock macht. Die Texte sind schräg, witzig, aber eben auch nicht minder kritisch.

Der Sound dröhnt zum Teil schon recht brachial aus den Boxen, kommt in Kombination mit den super eingängigen Melodien jedoch definitiv richtig gut. Kleinere Experimente wie die Elektrospielerei zum Schluss oder Ausflüge in den Neunziger-Crossover-Bereich runden den Spaß gekonnt ab und machen dieses Album zu einem echten Geheimtipp.

Ich bin schwer begeistert!