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HUMAN TOYS

At The Poor Cow

In Tokio gibt es eine legendäre Punk/Rock’n’Roll-Kneipe namens Poor Cow. Dort hat es dem Garage-Trash-Duo HUMAN TOYS so gut gefallen, dass sie gleich den Namen der Bar für ihr zweites Album stibitzt haben. Die minimal ausgestattete Band von RIP OFFS-Gitarrist Jon Von (gt, voc, midi-bs/dr) und der krabitzigen Sängerin Poupée Mecanik (sie bedient zudem ein Theremin) setzt den Kurs des Debüts „Spin To Win“ fort, kommt mit rotziger Performance und ungestümer Leidenschaft direkt voll in Fahrt, und die Produktion ist dabei derart druckvoll, dass schnell vergessen ist, dass hier lediglich zwei Menschen am Werke sind. Gesanglich ist Poupée dabei deutlich an Poly Styrene von X-RAY SPEX orientiert, während Jons straffes, minimalistisches Gitarrenspiel auf eine RAMONES-Sozialisierung hindeutet. Mit Covern von den NERVES, Bob Center und nicht zuletzt einer krass reduzierten Fassung von der unveröffentlichten STOOGES-Nummer „I’m sick of you“ lockern sie ihre eigene schroffe Punk’n’Roll-Mixtur auf. Apropos STOOGES, gelegentlich klingen HUMAN TOYS auch ein wenig wie DESTROY ALL MONSTERS, der Spät-1970er-Band von Ron Asheton und der Sängerin Niagara.

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