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AUTUMN TEARS

Crown Of The Clairvoyant

Das Cover dieses Album sieht so ein bisschen nach „Game of Thrones“-Soundtrack aus. Und eventuell könnte auch die Musik der US-amerikanischen Band AUTUMN TEARS aus Billerica in Massachusetts Fantasy-Fans ansprechen, denn die fährt hier ein vielköpfiges Orchester auf und produziert eine bombastische Neoklassik/Darkwave-Oper. Das erste Album „Love Poems For Dying Children ... Act I“ erschien 1996 und das Label hieß damals passenderweise Dark Symphonies. Inzwischen sind sie beim griechischen „Dark Metal“-Label The Circle Music gelandet, wo man allerdings aktuell auch ein neues Album der schwedischen Horrorpunks LEFT HAND BLACK finden kann. Wenn man nicht gerade zwingend Opern-Fan ist oder einen Hang zu pompösen Kitsch hat, fällt der Zugang zu „Crown Of The Clairvoyant“ wahrscheinlich im ersten Moment schwer, wobei die Platte in manchen Momenten an die Verarbeitung von Neoklassik bei LAIBACH erinnert, die ja zuletzt für „Alamut“ auf ein Sinfonieorchester zurückgegriffen haben. Auch DEAD CAN DANCE dürften hier ihre Spuren hinterlassen haben, so wie hier Weltmusik, Klassik und Filmmusik in ästhetisch vollendeter Form miteinander verschmelzen. Die atmosphärische Dichte von „Crown Of The Clairvoyant“ und die im Vergleich zur normaler Klassik eher avantgardistisch arrangierten Stücke tragen definitiv dazu bei, dass das Album mit seinem dunklen Orchester-Wall-of-Sound eine erstaunliche Anziehungskraft entwickelt.

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