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AZKETEM

AMID

„AMID“ lässt sich als Abkürzung für den Slogan „All Metal Is Dead“ auflösen und ist der holzhammerhafter als die Musik. Denn die ist wieder ausgesprochen düster und schwermütig, geht aber einen merklich anderen Weg als der selbstbetitelte Vorgänger. Im Gegensatz zu dem Material, das diesem Album vorangegangen ist (zwei Alben, eine EP und ein Demo), umarmt der Solo-Musiker Azken Gothic-Rock ungewohnt überschwänglich. Sein tiefer Klargesang ist in dieser stilistischen Umgebung deutlich besser aufgehoben als auf den hervorragenden Vorgängern, deren atmosphärischer Black Metal viel unzugänglicher war. Mit dem heiseren Geschrei des Demos hat das (außer hintergründigen Keyboards) nichts mehr gemein. Das Doublebass-Gaspedal ist nur noch vereinzelt durchgedrückt. AZKETEM verhilft auf „AMID“ vor allem Ikonen wie TYPE O NEGATIVE und FIELDS OF THE NEPHILIM zu neuer Geltung, verleugnet dabei aber nicht seine musikalische Herkunft, den urtümlichen Black Metal.

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