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BAD//DREEMS

Badlands / Dogs At Bay / Gutful / Doomsday Ballet

BAD//DREEMS kommen aus Adelaide, Australien und gründeten sich bereits 2011. In ihrer Heimat sind Ben Marwe (voc, gt), Alex Cameron (gt), Alistair Wells (gt) und Miles Wilson (dr) längst eine Größe, in Deutschland eher noch ein Geheimtipp, bei ihrer Tour im Sommer 2024 spielten sie (noch) eher Hunderter-Clubs wie Sonic Ballroom oder Gleis 22. Angesichts des guten Laufs, den Aussie-Bands derzeit in Europa haben, dürfte sich das freilich bald ändern, und das auch (oder trotz) der Tatsache, dass BAD//DREEMS eher nicht zur Sorte Krawallbands gehören, was sie klar von vielen ihrer Landsleute von COSMIC PSYCHOS über CHATS und C.O.F.F.I.N bis CLOWNS unterscheidet. Bands wie THE SAINTS, THE GO-BETWEENS oder THE REPLACEMENTS wurden schon als beschreibende Vergleiche bemüht, ich muss immer wieder auch an THE CHURCH und R.E.M. denken, und insgesamt gehen sie eher klassisch vor, setzen auf entspanntes Songwriting, auch mal an HÜSKER DÜ gemahnende Gitarren. Kein rauhbauziges Geböller also, keine AC/DC-Riffs, aber auch kein lahmer Indie-Pop-Zock – eine angenehme Ausnahmeband. Die Debüt-EP „Badlands“ kam 2013, es folgte das erste Album „Dogs At Bay“ (2015), dann „Gutful“ (2017) und „Doomsday Ballet“ (2019) sowie zuletzt „Hoo Ha!“ (2023). Schaut man sich mal bei Discogs um und sieht für die originale Aussie-LP-Pressung von „Doomsday Ballet“ exakt ein Angebot aus Down Under für rund 100 Euro inklusive Versand, dann ahnt man, woher die Motivation von Sounds of Subterrania-Boss Gregor Samsa gekommen sein mag, sich nach der BAD//DREEMS-Tour 2024 um europäische Pressungen der Platten zu kümmern, die aktuellste Scheibe „Hoo Ha!“ (noch) ausgenommen. Höchst angenehme Musik als Soundtrack für stundenlange Fahrten auf der Great Ocean Road, eine entspannte Balance zwischen hymnisch-melancholischem Songwriting und dringlicher Intensität. Zeitlose Musik, die so auch aus dem Australien der 1980er stammen könnte.

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