
Nach drei eher konventionellen Death-Metal-Alben, irgendwo zwischen amerikanischem, britischem und schwedischem Stil haben sich die Dänen BAEST dazu entschieden, einen komplett neuen Weg einzuschlagen. Mit „Stormbringer“ startet das Quintett schon fast klassisch rockend ins Album. Klar, der Gesang besteht immer noch durchgängig aus Death-Metal-Growls, ansonsten lassen sich BAEST aber stark von Classic Rock und Heavy Metal beeinflussen. Besonders „Misfortunate son“ sticht hier hervor, aber auch das Instrumental „Light the beacons“ tönt deutlich fröhlicher, als man von Death Metal erwartet. Nur Sonnenschein gibt es auf „Colossal“ aber auch nicht. Der schleppende Titeltrack und das abschließende „Depraved world“ warten mit der erwarteten Düsternis auf. Alles in allem ist das vierte Album der Dänen so ein netter Farbtupfer im heutigen Death Metal geworden. Mit hoch anzuerkennender Leichtigkeit verbinden sie klassische Spielarten des Genres mit Extreme Metal. Gerade Fans, denen pure Worship-Bands in den letzten Jahren zu viel geworden sind, könnten hier etwas Erfrischendes finden.
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