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BAEST

Colossal

Ich schwöre, ich habe es versucht. Mehrfach, zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten, in bester Laune und genervt, aber das vierte Album von BAEST will einfach nicht zünden. Sind die ersten drei Longplayer mit ihrem lupenreinen Oldschool-Death-Metal in meinen Ohren zwar okay, aber nicht weltbewegend, hat sich der dänische Fünfer auf „Colossal“ kolossal verrannt und mischt irgendwie Heavy Rock, manchmal auch Heavy Metal in ein paar Death-Metal-Fragmente. Meint man im Opener „Stormbringer“ nach den ersten Tönen noch bei AC/DC zu sein, geht das klar, aber „Colossal“ versinkt leider rasch in der Beliebigkeit, was zum einen Teil an uninspirierten Riffs liegt, ganz erheblich aber auch an viel zu langen Songs, die immer wieder auf einer Melodie rumreiten. Mit „At the mouth of the river“ hat sich dann doch noch ein Oldschool-Death-Metal-Brecher eingeschlichen, der hier aber beinahe wie ein Fremdkörper wirkt. Beim Rausschmeißer „Depraved world“ klaut man auch noch so offensichtlich die Melodie von „Children of the sea“ von BLACK SABBATH, dass man ganz erstaunt ist, dass nicht der Gesang von Dio einsetzt. Nee, BAEST haben sich mit diesem Sammelsurium keinen Gefallen getan. Schade.

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