Foto

BALLISTIX

s/t

Das zweite Album der Stachel/Nieten-Punks aus Quebec besticht erstmal durch die Verpackung. Die Coverzeichnung ist die Punk-Antwort auf die Wimmelbilder. Mitten in einem Riot nutzt die Band ihre Instrumente als Schlagwerkzeuge gegen die Robocops. Sehr charmant, zumal die komplette Zeichnung auch als Vierfarb-Poster beiliegt. Erwartungsgemäß spielen BALLISTIX – nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Band aus New Jersey – wüsten und krachigen Hardcore-Punk. BLANKS 77 meets frühe CASUALTIES, dazu gibt es eine ordentliche Kante UK82-Punk, nicht umsonst covern sie „Someday“ von EXTERNAL MENACE. Und auch SPECIAL DUTIES und OXYMORON dürften sie gerne hören. Auf dem weiß-rot splattered Vinyl finden sich elf Songs, so ist „No fun at all“ geiler Pogo-Punk mit coolen Melodiebögen. Ganz im Stil der SEX PISTOLS oder vielmehr ihres gewieften Ex-Managers Malcolm McLaren singen sie „Punk is art, art is shit“. Und in ihren Texten teilen sie auch klar aus. BALLISTIX passen folglich perfekt ins Programm von Joe Pogo, und auch auf meinem Plattenteller drehte die Scheibe schon so manche Runde.

Anzeige