
Dass die Entwicklung, die ANXIOUS seit ihrem Debüt durchgemacht haben, nicht überraschend kommt, macht sie nicht weniger spektakulär. „Little Green House“ war bereits bemerkenswert, daher bestand eigentlich kein Zweifel daran, dass die Band ihre stilistische Bandbreite ausbauen und genauso ihren Wiedererkennungswert steigern würde. Kurz gesagt, wer so stabil vorlegt, der wird auch noch besser. Genau das hat das Quintett aus Fairfield County nun mit „Bambi“ vollbracht. Die Emo-Wurzeln der Band sind zunehmend umhüllt von Alternative-Rock-Anleihen, die ihren Ursprung definitiv in den 1990ern haben. Selbst der Vergleich mit dem legendären THIRD EYE BLIND-Debüt, dessen „Semi-charmed life“ auch 2025 noch in vielen Köpfen präsent sein dürfte, wirkt hier nicht völlig abwegig. Diese Einflüsse kitzeln noch mehr die Leichtigkeit hervor, die man an ANXIOUS schätzt, ohne aber an Punch einzubüßen, wodurch sie nicht nur geschmackssicher, sondern auch weiterhin jugendlich und ungestüm klingen. Aushängeschild ist hierbei die Single „Counting sheep“, die Zahl der energiegeladenen Hits ist aber eigentlich fast so hoch wie die Zahl der Track auf „Bambi“. ANXIOUS beweisen auf ihrem zweiten Werk weiterhin genug Durchschlagskraft, um das aufgeschlossene Hardcore-Publikum für sich zu begeistern, aber sich auch jenseits davon neue Hörerschaften zu erschließen.
© by Fuze - Ausgabe #110 Februar/März 2025 und Christian Biehl
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© by Fuze - Ausgabe #92 Februar/März 2022 und Christian Biehl
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #161 April/Mai 2022 und Julia Brummert