
Heißt die Band aus Chicago nun BEAST II (mit römischer 2) oder „Beastii“? Letzteres. „Occult rockers from another galaxy elaborating on the sacred sciences of punk & rock’n’roll“, geben sie als Mission Statement raus, an anderer Stelle werden sie aber als „dance-punk, darkwave ensemble“ bezeichnet, und ich so: „Hä?“ Denn: beide Beschreibungen gehen ziemlich an der Realität vorbei. Jen Dot (auch JEN AND THE DOTS, SWIMSUIT ADDITION) gründete die Band 2016, unter anderem WIRE, AU PAIRS, JOY DIVISION, Kate Bush, BREEDERS und DEVO gibt sie als Einflüsse an, und „Can’t Wait“, das Debütalbum, erschien 2017. Eine Pandemie später reaktivierte Jen die Band zusammen mit ihrer Hauptmitstreiterin Chris Lee, und das neue Album „Follower“ wurde in Angriff genommen. Das changiert zwischen verschiedenen Genres. Da ist – siehe die Anfänge – etwas britischer Post-Punk, aber auch klassischer US-Girl-Punk à la MUFFS oder GO-GO’S, Garage-Punk und auch mal eine Spur SONIC YOUTH. BEASTII sind „all over the place“ und man ahnt, dass da seitens Gründerin Jen eine Menge Ideen eingeflossen sind. Die ist im realen Leben Kunstlehrerin und zudem Autorin des Buchs „Hit Girls: Women of Punk in the USA, 1975-1983“.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 2024 und Joachim Hiller