Foto

SKATE AND RESEARCH - Skateboarding als bewegungskulturelle Praxis und interdisziplinäres Forschungsfeld

Benjamin Büscher, Veith Kilberth, Hagen Wäsche (Hg.)

Hey Kids, erinnert ihr euch noch an die Zeit, als Skateboarding strictly Underground war und von Spießern, Cops und Discoprolls im besten Fall misstrauisch beäugt und im schlimmsten Fall aktiv bekämpft wurde? „Stop skate harassment!“ und so? Dieses Früher ist längst Geschichte. Skaten ist seit 2020 fester Bestandteil des olympischen Zirkus, Skateparks werden aus städtischen Geldsäckeln finanziert und der ehemals als subversiver Akt des Outsiderism betrachtete Ritt auf dem Rollbrett wird längst auch wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Und damit kommen wir zu „Skate and Research“, einem 366 Seiten umfassenden Kompendium zum Thema Rollsport, dessen Untertitel „Skateboarding als bewegungskulturelle Praxis und interdisziplinäres Forschungsfeld“ bereits verrät, wo es hier inhaltlich langgeht. Während Kapitel wie „Skateboarding als Leistungssport – Trainingswissenschaftliche Perspektiven“ und „Lernen und Lehren im Skateboarding – Pädagogische Perspektiven“ in erster Linie wohl interessierte Passivskater anspricht, ist etwa die Auseinandersetzung mit urbaner Architektur unter den Gesichtspunkten eines möglichen Shredding-Vergnügens oder der Blick auf den seit Jahren schwelenden Konflikt zwischen Skatern und Scooter-Ridern stets nahe am Alltag aktiver Skateboarder. In drei Beiträgen aus weiblicher Perspektive wird die Diskussion rund um Feminismus und Sexismus in der Skateszene reflektiert. Wer sich über das nach wie vor bestehende Frauendefizit am Spot wundert, erhält hier Antworten.

Anzeige