BASEMENT

Beside Myself

Nach sieben Jahren der Zusammenarbeit mit Run For Cover Records, für die Gitarrist Alex Henery im Laufe dessen auch anfing zu arbeiten, begeben sich BASEMENT zusammen mit Fueled By Ramen langsam in neue Gefilde. Wenn Bands, die sich einen Namen durch ihren grungigen Sound gemacht haben, sich für die große Masse vermarkten wollen, die Fueled By Ramen ohne Zweifel erreicht, endet das oftmals in einem Desaster, da gestandene Fans von der vernommenen Kommerzialisierung langsam abgeschreckt werden, während der erhoffte große Erfolg im Massenmarkt am Ende trotzdem nicht eintritt. BASEMENT meistern diesen Spagat allerdings überraschend gelassen. Da werden an einigen Stellen vielleicht mal die Gitarren etwas runtergedreht, um das ungeschulte Ohr nicht sofort durch den subjektiv wahrgenommenen Lärm zu verschrecken, und machen Power-Akkorde und die Aneinanderreihung der immer gleichen drei Akkorde damit massentauglich, während sich die melodischen Momente der Platte nicht im Geringsten hinter denen der vorherigen Veröffentlichungen verstecken müssen. Die Entscheidung, die Vocals von Duncan Stewart nicht durch zwanghaftes und übertriebenes Autotune glattzubügeln, sondern stattdessen gekonnt durch viel Chorus- und Reverb-Effekte mit dem Soundbild verschmelzen zu lassen, stellt sich auch als überraschend positiv heraus und führt zu einem Werk, das definitiv poppiger und zugänglicher ist als die vorigen, sich deswegen aber noch lange nicht verstecken muss.