
BLACKWATER HOLYLIGHT spielen mit den Gegensätzen der Elemente, rotierten ihr bestehendes Line-up in Richtung Trio und wanderten von Portland nach Los Angeles aus. Auf ihr aktuelles, viertes Album „Not Here Not Gone“ passt besser denn je der Begriff Doomgaze. Psychedelica, Doom sowie Stoner-, Metal- und Sludge-Elemente mischten die Musikerinnen ja schon immer wild und mysteriös zusammen. Deutlich wuchtiger erscheint mir die Produktion der neuen Songs aus den Lautsprechern zu kriechen und der verstärkt dem Shoegaze zugewandte Weg überzeugt im Vergleich zur „If You Only Knew“-EP nun restlos. Das Trio integrierte bei den Aufnahmen auch „ehemalige“ Mitglieder und in Summe bekommen wir das „härteste“ Album der 2016 gegründeten Band, das heißt hier weniger Stoner-Rock und 1970er-Sounds, dafür mehr Post-Metal, eine Prise Drone-Ambient und im letzten Song „Poppyfields“ galoppiert ein Black Metal-Blastbeat, bevor ein Hoffnungsschimmer verbreitendes Gitarrenriff den leicht düsteren Grundtenor der Songs etwas positiver stimmt. Sehr effektiv und überraschend auch die Twingitarren-Melodie bei „Void to be“ und so steigern die Musikerinnen von dem eher beschwingten Opener „How will you feel“ an problemlos die Intensität des mit Spannung und dunklen Elementen aufgeladenen Longplayers.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #185 April/Mai 2026 und Nico Pfüller