
Neun Alben in ihrer Karriere, versuchen die Metalcore-Veteranen von BLEEDING THROUGH erst gar nicht mehr sich neu zu erfinden. Vielmehr geht es Brandan Schieppati und Co. um die Verfeinerung ihres etablierten Sounds. Dabei kommt eines der musikalisch rundesten Alben der Bandgeschichte rum. Mit Brandon Richter (Ex-MOTIONLESS IN WHITE) an der Gitarre klingen BLEEDING THROUGH wie die perfekte Kreuzung aus Metalcore und Black Metal. Dabei gehen sie das Album mit „Gallows“ und „Dead but so alive“ absolut brachial an. Erst zur Mitte hin nehmen sie das Tempo etwas raus und geben vor allem Marta Demmel, in „Lost in desolation“ und „Path of our disease“, an Keyboard und Gesang mehr Raum. Alles nichts Neues, dieses Mal aber etwas mehr ausgearbeitet. Am Ende der Scheibe überrascht dann COMEBACK KID Andrew Neufeld mit einer derart aggressiven Performance („War time“), dass man den Kanadier fast nicht wiedererkennt. Am Ende bekommt der Hörer so, kurz nach dem 25jährigen Bandbestehen, ein Album, dass sich wie ein gutes Best Of anfühlt - nur eben mit neuen Liedern. Kann man sich gut geben, wird das bisherige Bild von BLEEDING THROUGH nicht grundlegend verändern.
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