
Das Osloer Drum’n’Bass-Duo LA CASA FANTOM ist eine der wenigen Formationen, die in dieser Konstellation vergessen lassen, dass zu einer Doom-, Rock-, Punk-, Whatever-Band eine Gitarre gehört. Der verzerrte Bass-Sound aus dem selbstgebauten Amp ist bei LA CASA FANTOM eine Macht, die auch auf dem optisch großartig gestalteten neuen Album „Blizzard“ hervorragend zur Geltung kommt. Fünf lange Jahre sind seit der letzten Veröffentlichung vergangen, aber die beiden Norweger haben wieder an Energie und Frische gewonnen, die ihnen in den 25 Jahren seit Bandgründung zwischenzeitlich etwas abhanden gekommen war. Die sechs Songs hier pendeln zwischen punkigen Ausbrüchen, gefühltem Doom und melancholischen Melodien, wie im siebenminütigen letzten Track, obwohl man zu Beginn des Albums noch meint, eine Black-Metal-Band zu hören. Dass sich diese Musikrichtungen gut kombinieren lassen, ist nicht neu und LA CASA FANTOM machen es schon lange, so dass es mit „Blizzard“ für sie nichts Neues, sondern weiter eine erstklassige und viel zu unbekannte Band zu hören gibt. Ein Muss.
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