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BOODLE BOODLE BOODLE (33 1/3)

Geoff Stahl

Im Juli 2024 verstarb Martin Phillipps, der mit THE CHILLS, dessen einziges Originalmitglied er nach zahllosen Besetzungswechseln war, in den 1980er Jahren zu den populärsten neuseeländischen Bands aus dem Umfeld des Flying Nun-Labels gehörte. Der Hype um den sogenannten „Dunedin Sound“ und diese neuseeländischen Underground-Bands erreichte Mitte der 1980er auch Deutschland, als das Bonner Label Normal den Flying Nun-Sampler „Tuatara“ hierzulande veröffentlichte, darauf enthalten natürlich THE CHILLS, ebenso wie THE CLEAN, die zwar erst 1990 ihr Debütalbum „Vehicle“ veröffentlichten, dafür aber 1981 mit der EP „Boodle Boodle Boodle“ und der Single „Tally Ho!“ die frühesten und wegweisendsten Flying Nun-Releases lieferten. Die erste THE CHILLS-Single folgte erst ein Jahr später. Natürlich gab es einen „Dunedin Sound“ in musikalischer Hinsicht nur bedingt, auch wenn die Bands ein repetitiver, schrammeliger LoFi-Garage-Pop (gerne mit schrägen Orgelsounds) mit Verweisen auf die 1960er Jahre und Bands wie THE VELVET UNDERGROUND verband. Eine Szene existierte aber durchaus, wobei aber oft ausgeblendet wurde, dass es in Neuseeland schon damals mehr als Flying Nun gab. Eine EP mit fünf Stücken liefert natürlich nicht genug Material für 160 Seiten Text, aber dient dem Neuseeländer Geoff Stahl als guter Aufhänger für eine generelle Betrachtung der damaligen Musikszene von Christchurch und Dunedin und ihre Bedeutung für Neuseeland. Stahl liefert viele interessante Hintergrundinfos zu Flying Nun und THE CLEAN, ist mir manchmal aber etwas zu sachlich und nüchtern bei seiner Bestandsaufnahme. Lust, sich mal wieder durch den Flying Nun-Backkatalog zu hören, macht dieser Band aus der „33 1/3“-Reihe aber trotzdem.

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