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BREADMAKERS

Lonesome Sundown

Es ist beachtlich, wie die Melbourner BREADMAKERS im Laufe ihres beinahe 36-jährigen Bestehens einen durchweg konsistenten, hochwertigen Output liefern. Die Band, die sich mit Mitgliedern von SHUTDOWN 66, BO-WEEVILS und PURITANS aus alten Hasen der australischen Garage/Beat-Szene zusammensetzt, präsentiert auf ihrem zweiten Release für das Kölner Label Soundflat einen gewohnt lässigen Mix aus Rhythm’n’Blues, Freakbeat und Garage-Punk, der mit anglophilen Mod-Sounds der mittleren 1960er Jahre vermengt ist. Und dass Bands wie die PRETTY THINGS dafür als Orientierungshilfe herhalten, kommt nicht überraschend. Die BREADMAKERS haben sich dabei mit ihrem geschickt arrangierten Gitarrenkaskaden, die von einer jaulenden Bluesharp unterstützt werden, einen stimmigen Bandsound geschaffen. Das Material vom neuen, ihrem neunten (!) Album ist auf erwartbar hohem Niveau. Ob zwingende Dance-Smasher wie das wilde „Marisa in your ear“ oder das eher moody-bluesige „Stuck in the past“, das Spektrum ist weit und die Band trifft mit jeder einzelnen Nummer den Nagel auf den Kopf. Zwei liebevoll aufbereitete Coversongs ergänzen den hohen Standard von BREADMAKER-Originals. Zum einen gibt es eine Version von Bo Diddleys „She’s fine, she’s mine“, stark von der PRETTY THINGS-Fassung inspiriert und zudem mit deren Lead-Gitarristen John Stax als Gast, ein wahrer R&B-Genuss. Auch Andre Williams „Mojo Hannah“ erfährt eine würdige Neubearbeitung und so ist das quirlige Album unterm Strich eine hocherfreuliche Angelegenheit, ohne eine einzige Spur von Altherren-Blueser-Muff, das mit dem krachigen „Lonesome sundown“, einem mitreißenden „Rave-up“, ein standesgemäßes Finale bekommt.

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