
„Post-punk, psychedelia, and entrancing noise. Walls of guitar feedback, wild sax, and broken, stumbling rhythms. Such is the recipe for Allarme.“ Prägnant zusammengefasst. Zur geografischen Orientierung hilft es zu wissen, dass „Bruit“, von zwei Ausnahmen abgesehen, polnische Lyrics hat. Diese zeichnen sich durch eine pointierte Metaphorik und deprimierte Slogans aus. Das Saxophon prägt viele Songs und wirkt sich akzentuiert und hintergründig auf die Atmosphäre aus. Der achtminütige Closer „Impulse/shiver“ geht sprachlich und inhaltlich einen anderen Weg. Darin wird eine obsessive Beziehung mit gewaltvollen Andeutungen auf Englisch geschildert. Stimmlich changiert der Vortrag der beiden Sänger häufig zwischen Verständnislosigkeit und Verzweiflung. Selten überschlägt sich die Stimme sogar und versinkt in den härteren Noiserock-Parts. Ein einziges Mal, in der zweiten Hälfte von „Impulse/shiver“ nämlich, erreicht die Stimme sogar die Sinnlichkeit von WILD BEASTS. Insgesamt ist ALLARME eine variable und hochwertige Bearbeitung der Muster von Post-Punk und Noiserock gelungen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #184 Februar/März 2026 und Henrik Beeke