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CASINO GARDEN

Transition

Die 2017 gegründete Wuppertaler Band CASINO GARDEN, die 2018 ein erstes Album namens „Slide“ aufnahm, ging bisher völlig an mir vorbei, was sicherlich auch daran lag, dass ihre Releases rein digital waren oder nur auf Kassette in limitierter Auflage erschienen. „Transition“ ist Album Nummer vier und das erste, das auf Vinyl veröffentlicht wurde. CASINO GARDEN repräsentieren dabei im besten Sinne das, was vor allem in England ab Ende der 1980er Jahre durch Bands wie MY BLOODY VALENTINE, LUSH, RIDE, SLOWDIVE oder SWERVEDRIVER unter dem Etikett Shoegaze populär wurde, eine meist etwas verträumte, leicht ätherische Form von alternativer Gitarrenmusik zwischen Neo-Psychedelia und Dreampop, bei der Noise und liebliche Melodien auf harmonische Weise zu einer Einheit verschmolzen. Eigentlich waren schon HÜSKER DÜ im Kontext von Punk und Hardcore im extremeren Sinne eine Shoegaze-Band gewesen, bedeutsamer für CASINO GARDEN dürften vielleicht GALAXIE 500 aus Boston (in der Nachfolge von THE VELVET UNDERGROUND) gewesen sein, die in den Jahren 1988 bis 1990 drei für Shoegaze einflussreiche Alben veröffentlichten. Gerade gesanglich erinnert mich Matthias Wiercinski an deren Dean Wareham. CASINO GARDEN machen in dieser Hinsicht als Neo-Shoegazer alles richtig, was die Mischung aus wunderbar poppigen Melodien und kraftvollen Gitarrenparts angeht, und müssen sich damit nicht vor ihren Vorläufern verstecken. Ganz im Gegenteil, finden sie dabei doch ihre ganz eigene persönliche Klangfarbe, was „Transition“ zu mehr als nur gelungener Mimikry macht.

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