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CAUGHT STEALING

Der US-amerikanische Regisseur Darren Aronofsky ist nicht gerade für einfache Kost bekannt, das war schon bei seinem Regiedebüt „Pi“ von 1998 der Fall, in dem ein paranoides Mathe-Genie glaubt, den Schlüssel zum Verständnis des Universums gefunden zu haben. 2000 drehte er dann eine exzellente wie verstörende Adaption von Hubert Selbys Roman „Requiem for a Dream“ und bescherte 2008 dem inzwischen völlig heruntergekommenen Mickey Rourke eine späte schauspielerische Glanzleistung in „The Wrestler“ als gesundheitlich schwer angeschlagener Wrestler. Zuletzt jagte er 2017 Jennifer Lawrence in „Mother!“ durch eine blutig-apokalyptische Schöpfungsallegorie und steckte 2022 Brendan Fraser für seine monströse wie emotional bewegende Loser-Ballade „The Whale“ in einen überdimensionalen Fatsuit, um einen selbstzerstörerischen Englischlehrer zu spielen, der sich aus Gram konsequent zu Tode frisst. Dagegen wirkt sein neuer schwarzhumoriger Film „Caught Stealing“, der inzwischen auf DVD und Blu-ray erhältlich ist, erstaunlich massenkompatibel und wartet mit dem kalifornischen Sonnyboy Austin Butler als Hauptdarsteller auf, der allerdings in „Dune: Part Two“ den ziemlich fiesen Feyd-Rautha spielte. „Caught Stealing“ basiert auf einem in Deutschland unter dem Titel „Der Prügelknabe“ veröffentlichten Roman von Charlie Huston, der auch das Drehbuch zu Aronofskys Film schrieb. Hustons schroffer Stil und seine lustvolle Darstellung roher Gewalt ist sicher nichts für Zartbesaitete und ist auch noch gut in „Caught Stealing“ zu spüren, der seinem Hauptdarsteller physisch und psychisch einiges abverlangt. „Caught Stealing“ entwickelt sich für Butlers als Barkeeper arbeitende traurige Loser-Figur, die sich eher unfreiwillig zum Draufgänger und Rächer wandelt, zu einer actionreichen Form von Alkoholentzug und Suchtbewältigung.

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