Foto

CEMETERY SKYLINE

Nordic Gothic

In guten Momenten klingen CEMETERY SKYLINE wie die frühen HIM um Impresario Ville Valo, aber in den meisten Fällen ist „Nordic Gothic“ ein rückwärtsgewandtes, von schwülstigen und überbordend-theatralischen Keyboardteppichen (wie man sie etwa von IN TEMPTATION kennt) geprägtes Album in einer Vorstellung von Gothic Rock, der in den 1990er Jahren hängengeblieben ist. Der Besetzung nach mag das eine „Supergroup“ sein, mit Markus Vanhala (INSOMNIUM), Santeri Kallio (AMORPHIS), Mikael Stanne (DARK TRANQUILLITY), Vesa Ranta (SENTENCED) und Bassist Victor Brandt von der norwegischen Symphonic-Metal-Band DIMMU BORGIR. Letzteres Genre hört man deutlich heraus, der Sound versinkt oft bleiern in Klischees. Da zündet jedes Album von HIM und LACRIMAS PROFUNDERE vermutlich mehr. Das, was man instinktiv mit Gothic oder Doom verbinden würde, wird hier mit symphonischen und cheesy Keyboards zugekleistert.

Anzeige