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CERESIT 81

Werkschau

Im Dezember 1981 gründete sich im (West-)Berliner Süden eine Band, klaute dafür (bis heute ungeahndet) dem Henkel-Konzern den Namen Ceresit und hängte ein „81“ dran. Erst im Sommer 1985 gingen sie zu Harris Johns ins Music Lab-Studio, das damals der Goldstandard war für Punk-Produktionen in der Mauerstadt, und dort entstanden die Aufnahmen, die man damals auf dem „Three Gallows“-Album (... Isn’t That Cheating Records) hören konnte, nachdem 1984 bereits ein Tape erschienen war. Wie so viele damalige Bands „verschwendeten“ CERESIT 81 (die die „81“ bald fallen ließen) nicht viel Zeit im Studio, sondern spielten lieber bundesweit Konzerte, wobei sich ihre Besetzung durch den (vielfach kaum heraushörbaren) Einsatz eines Synthesizers von der klassischen Dreierbesetzung unterschied. Die Band bewegte sich wie viele Zeitgenossen (siehe etwa NIKOTEENS) am Übergang von Punkrock (mit einschlägigen Sauftexten, siehe „Six Pack“ und „Kraft durch Bier“) zum Hardcore (in einem zeitgenössischen Fanzineartikel, der im Booklet des Rereleases zitiert wird, wird die Band mit dem Begriff „Speedcore“ assoziiert), und auch optisch kann man das anhand der Fotos nachvollziehen: Chucks statt Springerstiefel. Und politischer wurden sie auch, wie man an den Songtiteln und bisweilen auch den Texten (teils auf Englisch) erkennen kann. Leider ist die Umsetzung des Booklets mangelhaft: Fanzineartikel ohne Quellenangabe, Fotos ohne Bildunterschrift, und vor allem: komplett unleserliche Abbildung der Originaltextblätter – was für ein Fail! Auf der zweiten LP finden sich Live-Aufnahmen aus Berlin von 1983 und 1984. Mehr Bandgeschichte siehe Interview mit Sänger und Gitarrist Marcel von 2022 auf der Ox-Website.

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