Foto

CIVIC

Chrome Dipped

Mit Album Nummer drei soll alles anders werden bei CIVIC. „Wir wollten in eine andere Richtung gehen“, sagt Gitarrist Lewis Hodgson. „Ich glaube, das Ganze fühlte sich langsam ein bisschen altbacken an.“ Die Schrammelpunks aus Melbourne haben mit ihren ersten beiden Alben „Future Forecast“ (2021) und „Taken By Force“ (2023) zwei Nachbauten von frühem Aussi-Punk geliefert. Fuzzy, simpel und catchy. Mit „Chrome Dipped“ will das Quartett eine Tür in ein neues Universum aufstoßen. Und tatsächlich hört man in den Songs ungewohnte Anleihen: Shoegaze, Noise und Gothic. Mehr Krach und mehr Dunkelheit kennzeichnen die elf neuen Songs. Zum Teil wird spürbar der Fuß vom Gas genommen, es gibt aber noch typische Banger wie „Poison“ oder „Fragrant rice“. Helfer beim Umbau waren der australische Songwriter Kirin John Callinan, der schon mit dem britischen Produzenten Mark Ronson oder Rapper Genesis Owusu gearbeitet hat, und Chris Townend (HARD-ONS, VIOLENT FEMMES) als Engineer. Aufgenommen haben CIVIC ihr drittes Album an einem sehr speziellen Ort, in einem Studio, das in ein skurriles Kunstmuseum in Tasmaniens Hauptstadt Hobart integriert ist. „Ich hoffe, die Leute sind erst etwas verwirrt. Dann ein bisschen wütend, dann interessiert und schließlich denken sie: Oh, das ist krass“, beschreibt Sänger Jim McCullough die Reaktion, die sich die Band wünscht.

Anzeige