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NEIL YOUNG

Coastal: The Soundtrack

Demnächst ist die inzwischen 79-jährige kanadische Rockikone Neil Young mal wieder auf dem europäischen Kontinent auf Tour, sein Konzert im Sommer in der Ukraine wurde aber wieder abgeblasen – die Sache wurde den Beteiligten wohl doch etwas zu heiß. Wer keine Lust auf Riesenstadien und astronomisch teure Konzerttickets hat, dem bleibt wohl nur der Griff zur Konserve und da hat die Diskografie von Young einiges zu bieten – wahrscheinlich kann man ganze Räume füllen mit den seit den 1970ern erschienenen Bootlegs seiner Auftritte, neben zahlreichen offiziellen Live-Platten. Darunter auch zig Aufnahmen, bei denen man Young alleine mit Akustikgitarre auf der Bühne bewundern kann, der einer der wenigen Musiker ist, dem das in dieser vollendeten Form gelingt und wo man eigentlich nie eine Begleitband wie etwa CRAZY HORSE vermisst. Zuletzt erschien mit „Fu##in’ Up“ ein recht skurriles Live-Dokument, wo Young bei einem Privatkonzert in Toronto 2023 mit „The Horse“ das 1991er Album „Ragged Glory“ komplett spielte. Auch „Coastal“ ist kein normales Live-Album, denn es handelt sich um die Songs aus dem gleichnamigen aktuellen Konzertfilm von Youngs Gattin Daryl Hannah (ja, die aus „Blade Runner“), die ihn bei seiner ersten Konzerttournee nach der Corona-Pandemie mit der Kamera begleitete. Aber auch als Live-Aufnahme haben die elf Songs von „Coastal“ ihre Berechtigung, sind darunter doch selten gespielte Titel wie „Vampire blues“ von „On The Beach“ oder drei Stücke seiner PEARL JAM-Kollaboration „Mirror Ball“. Es handelt sich sicher nicht um die perfektesten Live-Aufnahmen aller Zeiten, aber die Darbietungen sind gefühlvoll und leidenschaftlich, und das hat Youngs Auftritte schon immer ausgemacht.

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