CRAZEWIRE #4

Kollege Wolfram Hanke hatte einen gewissen Dislike darüber ausgedrückt, dass das Crazewire Zine zum einen so herausgeputzt daherkommt und zum anderen so große Bands wie die DONOTS interviewt. Vor allem der erste Punkt scheint mir aus der Perspektive des schnieken Ox-Fanzines doch ein wenig unfair zu sein. Die Interviewpartner:innen sind auch in der vierten Ausgabe nicht die Bands, die um ein Uhr morgens die AZ-Bühne entern, sondern durchaus bekannte Namen. So zum Beispiel Gregg Deal von den sehr interessanten DEAD PIONEERS, ACHT EIMER HÜHNERHERZEN und vor allem meine beloved Indie-Helden HERRENMAGAZIN als Titelstory. Bekannte, aber doch vor allem spannende Gesprächspartner:innen. Hinzu kommt ein wichtiger Artikel über das soziokulturelle Zentrum Zora e.V. in Halberstadt und damit ein Gespräch über die schwierige Lage von Freiräumen in Orten, in denen der Kampf gegen rechts ein anderer ist, als ich das zum Beispiel aus Köln kenne. Das Crazewire verbreitet vielleicht nicht so richtig DIY-Vibes, enthält aber spannende Storys. Und wenn Jörkk Mechenbier „abschweift“, ist das immer ein großer Spaß.

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