
Ja, das sind definitiv CRYSTAL LAKE, die hier ihrem bekannten Sound frischen, turbulenten Wind verleihen. Einen Beitrag leisten die fast furchterregenden Vocals von Sänger John Robert Centorrino, der seine Deathcore-Wurzeln nicht verbergen kann („Crossing nails“). Dazu brutale, massive Riffs – und erstaunlich viel Abwechslung. Fast die Hälfte des Albums besteht aus Features, jedes trägt die Handschrift seines Guest-Artists. So ist etwa „Everblack“ mit David Simonich von SIGNS OF THE SWARM ein eindrucksvoller Auftakt. Der durchaus melodische Refrain behält dank massiv verzerrter Gitarren und teils dissonantem Riffing einen rauhen Charakter. Als dann eines Tages eine Nachricht von MISERY SIGNALS-Sänger Karl Schubach ins Haus flatterte, bekam John fast einen Herzinfarkt, wie er uns im Interview verrät. Ein echter Glücksfall – und „The undertow“ ein starkes, Hardcore-geprägtes Ergebnis, das wie auch „King down“ zwischen einem eher Metal-lastigen Sound für Groove mit 2-Step-Potenzial sorgt. Ebenso ein massiver Brecher: „Dystopia“ mit Jesse Leach (KILLSWITCH ENGAGE), der im letzten Drittel dann tatsächlich in eine dystopische Atmosphäre überleitet. „Wir wollten noch ein Feature mit jemandem, der schon lange eine große Inspiration für uns ist“, erklärt John. Alles in allem ist „The Weight Of Sound“ eine Platte auf hohem Energie-Level – und ein hörenswertes Comeback.
© by Fuze - Ausgabe #116 Februar/März 2026 und Jeannine Michèle Kock
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