
Auch auf dem elften Studioalbum beweisen DANCE GAVIN DANCE einmal mehr, dass eine ständige musikalische und personelle Veränderung der Qualität der Band keinen Abbruch tun muss. Was diesmal anders ist? „Pantheon“ ist das erste Album ohne Bassist Tim Freerick, der 2022 verstarb, auch Sänger Tilian ist nicht mehr Teil der Band. Ihr einstiger Gitarrist Andrew Wells übernimmt nun mit seinen R&B-Einflüssen die Clean Vocals. Musikalisch driften die Jungs wieder in verschiedene Richtungen ab und kombinieren sie hier und da mal an Stellen, wo man nicht denken würde, dass das zusammenpassen würde. Letztendlich ist es aber genau das, was den typischen DGD-Sound ausmacht: völlige Ignoranz jeglicher Genrekonventionen und grenzenlose Kreativität. Was trotz allem gleichgeblieben ist? Will Swan mit seinem unverkennbaren Mathrock-Gitarrenspiel und Jon Mess mit seinen charakteristischen Screams, die insbesondere in Kombination mit Wells’ Cleangesang das Album tragen. So befindet man sich musikalisch irgendwo zwischen nahezu fiebertraumartigen, poppigen Post-Hardcore- und Funk-Elementen. Unterm Strich sind DANCE GAVIN DANCE eine Band, die sich ständig verändert und dabei doch immer gleich bleibt, wenn nicht sogar besser wird.
© by - Ausgabe # und 16. März 2020
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