EXIT

Daniel Juhr

In seinem ersten Roman „Exit“ beschreibt Daniel Juhr die letzte große Sause in der alten Solinger Rock-Diskothek desselben Namens, die im Spätsommer 2005 für immer ihre Pforten schloss und somit dem Müngstener Brückenpark Platz machte, aus Sicht verschiedener Charaktere.

Teilweise witzig, teilweise aber auch überaus tragisch. Während das Buch für jene, die den Laden nicht kennen, nicht mehr als bloße, wenn auch gute, Unterhaltung bietet, dürften frühere „Exit“-Gänger, so wie ich, beim Lesen des Buches einen dicken Kloß im Hals haben, denn auch wenn die „Helden“ dieser Geschichte zumeist frei erfunden sind, so wirken sie dennoch vertraut und man fühlt mit ihnen mit.

Noch heute sehe ich mich feixend in den Laden laufen und Witold, der stets an der Kasse saß mein typisches „Ich bin da, wir können loslegen“ entgegenschmettern, bevor dieser mir mit den Augen rollend meinen Getränkechip auf den Tresen knallt, den ich dann auch sogleich in das erste Flens des Abends tauschte.

Jaja, das waren noch Zeiten!