DAS GROSSE RENNEN RUND UM DIE WELT

Blake Edwards war vor allem als Regisseur von Komödien bekannt, wie der Pink-Panther-Reihe, konnte aber auch ernsthaftere Filme drehen wie 1971 den Western „Missouri“, der kürzlich das erste Mal auf DVD und Blu-ray veröffentlicht wurde, oder 1962 das Alkoholiker-Drama „Die Tage des Weines und der Rosen“ mit Jack Lemmon. Ein persönlicher Kindheits-Favorit, der früher oft im Fernsehen lief, war der jetzt das erste Mal auf Blu-ray (als Mediabook mit Blu-ray und DVD) erschienene „Das große Rennen rund um die Welt“ („The Great Race“). Vergleichbar mit dem im selben Jahr entstandenen „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“, in dem es um einen Wettflug von London nach Paris im Jahr 1910 geht, der mit reichlich klapprigen Flugapparaten bestritten wird, was für jede Menge überdrehter Gags sorgt. Turbulent geht es auch in Edwards’ Film zu, in dem ebenfalls ein Wettrennen im Mittelpunkt steht, allerdings mit Autos, das von New York nach Paris führen soll. Vorbild dafür war die erste Tourenwagenrallye um die Welt im Jahr 1908. „Das große Rennen rund um die Welt“ beginnt mit einer Widmung für das Komiker-Duo Stan Laurel und Oliver Hardy, dementsprechend ist der überlange, aber nie langweilige Film vollgestopft mit grotesk-komischen cartoonartigen Slapstick-Einlagen, wodurch die eher dürftige Story nicht weiter ins Gewicht fällt. In erster Linie geht es um den meist mit unfairen Mitten ausgetragenen Wettstreit zwischen dem in Weiß gekleideten Leslie Gallant III. (Tony Curtis) und dem hinterhältigen Professor Fate (Jack Lemmon). Für eine progressive feministische Note im von Männern dominierten Treiben sorgt hier Natalie Wood als aufstrebende Journalistin und emanzipierte Frauenrechtlerin, die aber letztendlich dem Charme des großen Leslie erliegt.

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