
Das ist die Art von pubertierendem Unsinn, die wir brauchen in diesen Tagen. Putin einfach einen alten weißen Mann sein lassen und den Klimawandel für eine Albumlänge vergessen. DEATH BY UNGA BUNGA sind eine Band, die voll auf Hedonismus setzt und einen Heidenspaß macht. Fünf Norweger aus der kleinen Küstenstadt Moss, die fröhlich vor sich hin rocken. Als ob KVELERTAK, WEEZER und THIN LIZZY gemeinsam ihre Jugendweihe feiern würden. Krachige Uptempo-Rocker mit unzähligen Hooks. Zweistimmige Gitarren, Singalong-Refrains und straighte Beats. Dazu Texte, die knietief im Leben stecken. Büroangestellte, die von Knochenjobs träumen, Dreißigjährige, die ihren eigenen Tod herbeisehnen, oder der Hilferuf nach einem guten Freund. Und natürlich eine Hommage an KISS-Gitarrist Paul Stanley. Gäste am Mikrofon gibt’s auch: der US-Garage-Rocker Mike Krol und Haley Shae, die Sängerin von SLØTFACE. So klingt Scandinavian Rock 2.0. Leichtfüßig, melodisch, positiv. Aufgenommen und gemischt von Morten Øby (TUSMØRKE, THE LIONHEART BROTHERS) und Gitarrist Preben Sælid Andersen. „Raw Muscular Power“ ist das siebte Studioalbum der Band. Für mich die norwegische Antwort auf die Australian Punk Explosion. Gaspedal immer voll durchtreten, keine Kompromisse, keine Atempausen. Nice.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #178 Februar/März 2025 und Joachim Hiller
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #125 April/Mai 2016 und Gereon Helmer
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #178 Februar/März 2025 und Wolfram Hanke
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #137 April/Mai 2018 und Gereon Helmer