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DEATH PILL

Sologamy

Der Albumtitel ist schon mal so gut, dass ich mir überlege, ihn mir auf die Stirn tätowieren zu lassen. Nach dem selbstbetitelten Debüt „Death Pill“ von 2023 erscheint mit „Sologamy“ nun jedenfalls die zweite LP – wieder auf New Heavy Sounds. Die Ukrainerinnen bringen damit zehn neue Stücke raus, die dermaßen vielfältig sind, dass es schwer zu beschreiben ist und auch Mühe macht, ein Fazit zu ziehen. Gleich zu Beginn des ersten Tracks „Listen to me sister“, einem knapp vierminütigen (beinahe) Instrumental fällt auf, dass die Produktion druckvoller geworden ist, was der Musik gut steht. Gerade der Opener ist eine Freude – klasse Thrash Metal mit ballernder Bassdrum. Daneben gibt es dann Songs, die genauso auf die letzte Platte gepasst hätten, musikalisch und textlich Grunge-artige Stücke wie „Ugly me“, typische Riot Grrrl-Nummern und wieder ganz andere, darunter sogar toller Pop-Punk („Phone call“). Dann rutscht es aber zu weit ab: bei „Hey, man“ sind auch Streicher dabei und mir klingt das etwas zu konstruiert. Die restlichen vier Lieder sind ganz nett, aber fallen gegenüber den anderen Knallern ab. Das Spektrum reicht von super bis etwas lame – ich denke, dass DEATH PILL sich zwischen flottem Thrash oder härterem Pop-Punkrock entscheiden sollten. In beiden Lagern haben sie ihre Klasse, das ganze Durcheinander dazwischen bremst sie etwas aus.

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