
Zunächst ist festzuhalten, dass „Demonic Sceptre“ nach zwölf Jahren des Bestehens von NUCTEMERON das Debütalbum der deutschen Band darstellt. Dabei waren sie aber alles andere als veröffentlichungsfaul, gibt es doch bereits eine Vielzahl an EPs und Singles. Nun kommt also das erste Album und das poltert auch gleich ziemlich rüde durch die Gehörgänge. Ein kurzes Intro, eine kurze Verbeugung vor BATHORY und schon wird gebolzt, dass der Thrash-Hammer rotiert. Das Ganze hat in etwa den Charme der frühen SODOM, wenngleich NUCTEMERON zumindest ihre Instrumente beherrschen. Oldschool-Maniacs dürften angesichts solcher vor Klischees nur so strotzender Granaten wie „The bat“, „Under devil’s command“, oder „Burn my skin to leather“ glänzende Augen und glühende Ohren bekommen. Kurzweiliges Album mit einem coolen Cover des VENOM-Hits „Angel dust“ als Rausschmeißer.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #185 April/Mai 2026 und Jens Kirsch