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DER GROSSE DURCHBRUCH

Andre Lux

Was lange währt, hat endlich Durchbruch. Mit Andre Lux ist es wie mit einer Band, die nach ein paar Jahren ... äh, Jahrzehnten mit dem gerade mal vierten Album durch die Decke geht. Oder auch nicht. Lux ist so was wie der/die/das EA80 unter den Zeichnern: Von Menschen, die sich auskennen, immer schon geschätzt und gefeiert und fast schon kultisch verehrt. Und dann sind da die anderen, die – um es in Lux-Textblasensprech zu formulieren, mit „Hä?“ reagieren. An die 10.000 Follower:innen bei Instagram und ein paar bei Bluesky sind nicht nichts, aber man spürt schon, dass „Egon Forever!“ in der Kategorie „Der gezeichnete Witz“ nicht gerade die Kundschaft anzieht, die auf süffisanten Schenkelklopfer-Humor steht. Ja, der Lux aus Schwaben hat schon so eine gewisse Affinität zu „Schimpfworten“ und dem, was man als „Pennälerhumor“ bezeichnet (wenn man so alt ist, um zu wissen, was „Pennäler“ übehaupt sein sollen). Seit den ersten Krakelzeichnungen von 1994 (ein paar davon sind hinten im Buch abgedruckt) ist der Stil von radikaler Einfachheit geprägt: Karopapier aus dem Mathe-Unterricht, Strichpersonen („Männchen“ hieß es früher, aber der Diminuitiv wurde als diskrimierend empfunden), dazu ein paar Worte – fertig! Ich wiederhole mich da, aber Andre Lux ist ein scharfsinniger Beobachter des Alltags um sich herum (inklusive der Punkszene), aber auch von sich selbst. Wer hier nicht bei jedem Umblättern mindestens halblaut loskichert oder rumgluckst, lebt humormäßig auf einem anderen Planeten als ich und soll da bleiben, bis Elon kommt. Warnung: Nicht auf der Toilette auslegen, es könnte sein, der Besuch versackt da und bereitet anderen Personen mit starkem Harndrang große Probleme.

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