DER HUND VON BASKERVILLE

Kürzlich erschien „Sherlock Holmes und das Halsband des Todes“ von 1962 in ansprechender Qualität das erste Mal auf Blu-ray, lose basierend auf Arthur Conan Doyles Roman „Das Tal der Angst“, dem Vater des berühmten Londoner Detektivs Sherlock Holmes. Der entpuppte sich als banaler Krimi mit bescheidenen Darstellerleistungen, obwohl die Holmes-Rolle von „Dracula“-Darsteller Christopher Lee gespielt wurde. Regie führte „Dracula“-Regisseur Terence Fisher, dennoch ließ der Schwarzweiß-Film, eine deutsche Produktion unter der Leitung von Artur Brauner, die visuelle Raffinesse der Hammer-Produktionen vermissen, in denen Lee siebenmal den berühmten Vampirgrafen verkörperte. Drei Jahre zuvor waren Fisher und Lee bereits an der Holmes-Adaption „Der Hund von Baskerville“ beteiligt, die Rolle des Detektivs übernahm allerdings Peter Cushing (1968 dann noch mal für eine Fernsehserie), der für Hammer schon Draculas Widersacher Professor van Helsing und Dr. Frankenstein gespielt hatte. „Der Hund von Baskerville“ war bisher nur auf DVD erhältlich und erschien jetzt das erste Mal auf Blu-ray, mit verbesserter Bildqualität und einem zusätzlichen Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen und Dr. Gerd Naumann. „Der Hund von Baskerville“ dürfte eine der am häufigsten adaptierten und bekanntesten Holmes-Geschichten (bereits vor Fishers Film gab es über zehn Versionen) aus der Feder von Doyle sein, die das erste Mal 1902 erschien. Fishers Adaption mag vielleicht nicht werkgetreuste sein, aber sicherlich eine der atmosphärischsten – trotz oder gerade wegen der farbenfrohen Technicolor-Bilder –, mit den für die damaligen Hammer-Filme typischen Gothic-Horror-Elementen. Großen Anteil daran hatten auch mal wieder Szenenbildner Bernard Robinson, der trotz geringen Budgets wahre Wunder bewirkte, und Komponist James Bernard.

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